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Thema: Russische Aktien fallen wegen neuen US-Sanktionen (Artikel)

  1. #67
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    Zitat Zitat von teenspirit Beitrag anzeigen
    Schaut auf die Fakten. Fast alle Banken dieser Welt refinanzieren sich ueber US-Banken und den amerikanischen Kapitalmarkt.
    Natuerlich vorzugsweise in USD. Wer hiervon abgeschnitten ist, kann zusperren. Russland exportiert Rohstoffe und importiert Konsumgueter. Ein Goldrubel wuerde gehen, aber der wuerde massiv aufwerten. Erstmal nicht schlecht, da Russland kaum Industriegueter exportiert. Rohstoffexporte sind nicht so betroffen, obgleich Foerderkosten in Rubel lauten und im Verhaeltnis zu den USD-Erloesen deutlich ansteigen wuerden. Ist dieselbe Problematik, wie wenn BRD nach Austritt aus Euro die DM wieder bekaeme.
    Deutsche Produkte wurden teurer in der Herstellung und billiger im Erloes. Trotzdem sehe ich Russland in schwierigem Wasser, denn eine Entkoppelung vom Finanzmarkt ist keine Kleinigkeit. Gerade wird die Tuerkei plattgemacht. Einfach so, ueber die Waehrung. Erdogan hat hierfuer massiv Mitschuld. Aber nicht fuer die Entwicklung der letzten Woche. Boom auf Pump ist eben eine Sackgasse.
    Das Sackende ist erreicht. Jetzt platzt der Sack. Wenn der Russland-Sack platzt, gehen wir unter. Hier sollte keiner Illusionen haben.
    Russland wird nicht untergehen, aber wir mit unseren amerikanischen Hinterlegungsscheinen.
    Teilweise ist der Abzug des türkischen Goldes aus der US-Notenbank, der am 20. April bekannt gegeben wurde, mit Ängsten vor einer Wirtschaftskrise begründet. Die Rückholung von Goldbarren im Umfang von 29 Tonnen hatte bereits im Vorjahr begonnen. Die Türkei ist neben Russland und China der größte Käufer von Gold und rangiert hinsichtlich ihrer Reserven weltweit auf Platz 10. Die Reserven machen rund 547 Tonnen aus - fünf Mal mehr als im Jahr 2011 - und werden auf einen Wert von 100 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wie der ehemalige Wirtschaftsminister Masum Türker sagte, besteht der Hauptzweck des Goldtransfers darin, die Liquidität der Wirtschaft zu unterstützen.
    https://deutsch.rt.com/meinung/68906...skantes-spiel/

  2. #68

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    Die Tuerkei hat ein Problem. Die Lira faellt massiv und alle wollen nur USD. Gold soll gegen USD verkauft werden. Also spricht alles fuer den Greenback. Wer ist Sieger? Der Yankee. Alles klar? Darum geht es doch. Der Yankee kann machen, was er will. Immer gewinnt er. Weil keiner ihm was kann. Leider!

  3. #69
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    Internationaler Währungskrieg

    Zitat Zitat von teenspirit Beitrag anzeigen
    Die Tuerkei hat ein Problem. Die Lira faellt massiv und alle wollen nur USD. Gold soll gegen USD verkauft werden. Also spricht alles fuer den Greenback. Wer ist Sieger? Der Yankee. Alles klar? Darum geht es doch. Der Yankee kann machen, was er will. Immer gewinnt er. Weil keiner ihm was kann. Leider!
    Fast das selbe hat damals Boris Jelzin 1996/97 gemacht. und der Rubel rutsche von seinem spekulativen Kursziel von 6 auf ca. 25 zum usd ab.
    Dazu kam 1996/97 ein Rohöl-preis unter den Förderkosten.

    Thailand hat es vor ca. 20 Jahren geschafft, in dem die Thais ihr Vermögen in Bath tauschten.

    G.Soros & Co. ... Terrorist/en ... gehören in Sicherheitsverwahrung.

    Wünsche Erdogan/Türkei viel Glück, gegen diesen Kriegerischen Akt/Angriff.

  4. #70
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    Aber so ganz unschuldig ist Erdogan und seine Türkei dabei nicht.
    Wenn man einen kreditgetriebenen Boom im Land auslöst, dessen Erträge nicht schnellstmöglich in den Schuldenabbau fließen, dann muß man sich nicht wundern, wenn man plötzlich zahlungsunfähig wird, wenn der Kreditgeber kein Vertrauen mehr in die Rückzahlungsfähigkeit des Schuldners setzt und eine Kreditabzugslawine in Gang setzt.
    Erdogan wollte wiedergewählt werden und hat auf Teufel komm raus Wohlstand für das Volk geschaffen, der durch Auslandskredite ermöglicht wurde.
    Wie man es richtig macht, zeigt China.
    Allerdings dauern dann die sichtbaren Erfolge lange, zu lange für Demokratien, wo der Wähler seine Herren alle 4 Jahre abstraft.
    Wie man es besser macht (nicht 100%ig richtig) zeigt derzeit auch Rußland.
    Fast alle Russen-Firmen haben ihre Verschuldung deutlich reduziert, besonders auch die Dollarverschuldung.
    Selbst die Sanktionen können dann den selbst tragenden Aufschwung nur aufhalten, nicht aber zum Kollaps führen.

  5. #71
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    Wichtig für die Börse...

    Trump will die Quartalsberichte abschaffen.

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...-15742710.html

    Ergo: finde ich gut - schafft die staatlichen Bürokratiemonster ab - Unternehmen müssen vom staatlichen Gerümpel entlastet werden.

    Kampf! Tod! Begräbnis!

    https://youtu.be/4CI3lhyNKfo

  6. #72
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    Schulden in US Dollar ... = Russisches Roulette

    Die Türkei ist mit ca. 54% in US Dollar verschuldet, Agentieren & Co. habe die selbe Probleme.
    Besser hätten sich diese Staaten in Japanische Yen verschuldet !

    Bin gespant wo die USA in 3-5 Jahren Wirtschaftlich stehen.
    Zölle bedeuten vor allen eine Menge "Staatseinnahme" zum gegenfinanzieren der Steuerreform.
    Aber Zölle treiben auch die Inflation !
    Weil sich die Produkte um die Höhe der Zolls verteuern, jedenfalls egal wie hoch die Zollgebühren der USA auch werden, wegen 25% Zoll + Einfuhrumsatzsteuer lohnt sich die Produkte nicht in den USA zu produzieren.

    Konsumieren wird nur TEURER ... damit fallen einige Konsumenten durch das Raster.


    Die Deutsche Wirtschaft bekommt Probleme ... sie fängt schon an zu taumeln !





    Wegen grassierenden Schmuggels: Venezuela erhöht Kraftstoffpreise

    Im krisengebeutelten Venezuela ist Benzin bislang praktisch kostenlos. Damit soll nun Schluss sein. Von diesem Montag an will die sozialistische Regierung die Treibstoffpreise langsam auf internationales Niveau anheben. Derzeit kostet ein Liter Benzin sechs Bolívar, für umgerechnet einen Euro gibt es rund eine Million Liter Treibstoff.
    http://press24.net/news/9800761/wege...aftstoffpreise

  7. #73
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    Dank der Rubelabwertung steigen zumindest die Gewinne der Russenaktien wieder.

    Hier die rollenden 12-Monats-Gewinne der Russenfirmen in den letzten Jahren, allerdings in Rubel.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  8. #74

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    Wir sind uns ja da fast alle einig, dass russische Aktien alleine anhand der Fundamentaldaten sehr günstig sind.

    Das Problem mit Russland ist jetzt aber, dass es nach neuerlicher USA Einschätzung "offiziell" leider ein Pariah-Staat ist.
    D.h. alle ADRs/GDRs sind gefährdet vom Handel ausgeschlossen zu werden, wie jetzt zurzeit bei Rusal. Was nützen da die günstigen Bewertungen...

    Die ADR Papiere werden häufig in den USA, d.h. New York gelagert, was das Risiko nicht kleiner macht.

    Für November sind von den USA aus umfangreiche Sanktionen gegen Russland geplant, die Russland vom internationalen Finanzsystem ausschließen könnten.

    Es wird daher vermutlich erstmal weiter abwärts gehen, auch für den Rubel.

    Ich warte erstmal den Fallout ab, bevor ich hier wieder was kaufe, bzw. den Stress brauche ich nicht.
    Gespannt bin ich, ob die EU sich von den USA dazu bringen lässt, mit Russland völlig zu brechen oder nicht.

  9. #75
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    Fair Play geht anders: EU-Regeln für Börsen schaden Privatanlegern

    Börsen sind Grundpfeiler eines Finanzmarkts. Hier haben
    alle Anleger – egal, ob große Investoren oder
    Privatanleger – die Möglichkeit, Aktien zu erwerben.
    Ich meine: Transparenz und Fairness sollten dabei die Spielregeln
    bestimmen. Doch leider mangelt es beim Aktienhandel
    in der Praxis an genau diesen Dingen. Das geht zu Lasten
    der Privatanleger. Und das sollte die Politik tunlichst ändern.
    Ein Aktienkurs ist nur dann fair, wenn Käufer und Verkäufer
    die gleichen Informationen haben. Dazu gehört es, dass
    beide Seiten darüber Bescheid wissen, wer wie viele Aktien
    gerade handeln will oder gehandelt hat. Folglich ist es
    richtig, dass darüber für Börsen umfassende Transparenzpflichten
    bestehen.
    So weit die Theorie. In der Praxis nutzen große Investoren
    für ihre Kauf- oder Verkaufsorders im großen Stil Aktienordersysteme
    großer Banken und Broker und lassen die Börsen
    weitgehend links liegen. Außer dem Betreiber weiß
    niemand, wie viele Aktien zu welchem Kurs in diesen Systemen
    gehandelt werden. Denn dort gelten bei Weitem nicht
    dieselben strengen Transparenzpflichten wie an den Börsen.
    Das ist beileibe keine neue Entwicklung. Schon immer
    haben große Investoren nach Wegen gesucht, um außerhalb
    von Börsen zu handeln. Solch ein Vorgehen mag legitim
    und aus Sicht der großen Investoren auch reizvoll sein.
    Doch meinen Vorstellungen von Fair Play entspricht es
    nicht, dass am Ende die kleinen Privatanleger benachteiligt
    werden, weil an Börsen strengere Spielregeln gelten als
    außerhalb. Deshalb möchte ich, dass sich das ändert.
    Die EU hat bis heute nicht angemessen auf diesen Handel im
    Schatten der Börsen reagiert. Ihr war es im Jahr 2007 zunächst
    einmal wichtig, viele neue Handelsplätze in der EU
    mit dem Ziel zuzulassen, mehr Wettbewerb zu Börsen herzustellen
    und so die Gebühren zu senken. Die Folge: Hierdurch
    hat sich der Aktienmarkt nicht nur weiter fragmentiert.
    Die großen Investoren sind vielfach auch weiterhin an nicht
    transparenten Handelsplätzen und damit im Verborgenen
    tätig. Dagegen haben Privatanleger, mangels nötigen Kleingelds,
    zu Börsen bis heute keine wirkliche Alternative.
    Zwar überprüft die EU regelmäßig die Wirkung ihrer Maßnahmen,
    doch auch die Änderungen der EU-Vorgaben für
    Börsen, die zum Jahresanfang 2018 in Kraft getreten sind,
    haben lediglich eine Ausweichbewegung der großen Investoren
    ausgelöst.
    Auf Grund der geänderten EU-Vorgaben entscheiden sich
    große Investoren jetzt dafür, ihre Kauf- oder Verkaufsorders
    an Aktienordersysteme großer Banken und Broker zu
    geben, in denen diese selbst als Käufer beziehungsweise
    Verkäufer auftreten. Für diese Systeme gelten immer noch
    deutlich geringere Transparenzpflichten im Vergleich zu
    Börsen, weshalb die großen Investoren seit Jahresanfang
    auf sie ausweichen.
    Aktuelle Zahlen bestätigen diese Entwicklung: Seit Jahresanfang
    hat sich die Anzahl besagter Systeme, die in der EU
    zugelassen sind, verzehnfacht! Ein Ende ist nicht in Sicht.
    Die EU-Wertpapieraufsichtsbehörde hat zwar das Problem
    erkannt und im März Vorschläge veröffentlicht, wie per
    Verwaltungsanweisung für mehr Transparenz bei diesen
    Systemen gesorgt werden kann. Dabei kann sie die Transparenzvorgaben
    wegen der EU-Regeln aber allenfalls an
    die der Börsen annähern. Für eine vollständige Angleichung
    fehlt es ihr an der Gesetzgebungskompetenz. Damit
    fehlt es auch weiterhin am dringend benötigten Fair Play,
    das die kleinen Privatanleger beim Aktienhandel vor Handelsnachteilen
    schützt.
    Die heutige Situation ist ein hausgemachtes Problem. Die
    EU-Regeln sind einfach nicht passgenau. Leidtragende sind
    vor allem die Privatanleger. Aus den Bemühungen der EU
    müssen nun endlich gute Lösungen werden! Die Unterschiede
    in den Transparenzanforderungen zwischen Börsen
    und anderen Handelsplätzen müssen ausgeglichen
    werden, und sie müssen für alle gleich gelten. Ich halte es
    für geboten, dass der EU-Gesetzgeber dies zügig angeht.
    Denn Fair Play beim Aktienhandel ist auch eine wichtige
    Voraussetzung dafür, dass die Bürger in die Finanzmärkte
    vertrauen können.

    GASTBEITRAG
    für FOCUS-MONEY
    von Hessens Finanzminister
    Dr. Thomas Schäfer

  10. #76
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    Inzwischen ist alles eingepreist?

    Rußland liefert derzeit ideale Indikatoren.
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  11. #77
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    Der Micex Index ist erneut auf einem AllzeitHoch angelangt:
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  12. #78
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    Wenn ich da so zurückdenke wie ich meine ersten "Russkis" im Jahr 2000 gekauft habe,
    den Chartverlauf der letzten 18 Jahre sehe, und an die vielen Freudenstunden und
    Adrenalinschübe denke, die ich mit "meinen" Russischen ADR's und Aktien erleben durfte,
    finde ich es schade, dass ich schon 72 Lenze zähle und etwas kürzer treten muss.

    es hat riesigen Spass gemacht

    ...wo wohl mein Depot an meinem 90igsten stehen wird?
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