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Thema: Russische Aktien fallen wegen neuen US-Sanktionen (Artikel)

  1. #34

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    Der Yankee bestimmt, ob es uns gut geht. Wenn der Yankee will, dass Russenaktien fallen, wird er sie zum Fallen bringen. Das ist ganz sicher. Ein Federstrich von Trump uns unsere ADR sind Geschichte. Dann koennen wir alles Geld abschreiben. Wir halten nur Ami-Papiere, nix anderes.

  2. #35
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    Liebe teenspirit, Du siehst zu schwarz.

    Zitat Zitat von teenspirit Beitrag anzeigen
    Der Yankee bestimmt, ob es uns gut geht. Wenn der Yankee will, dass Russenaktien fallen, wird er sie zum Fallen bringen. Das ist ganz sicher. Ein Federstrich von Trump uns unsere ADR sind Geschichte. Dann koennen wir alles Geld abschreiben. Wir halten nur Ami-Papiere, nix anderes.

    Ja, der Ami kann die Russenaktien fallen lassen, sogar den Besitz der ADR und Originale verbieten lassen, weil alle Banken vor Sanktionen gegen sich selbst fürchten, wenn sie nur gegen irgendwelche Bestimmungen verstoßen könnten.
    Aber die Wirkung wird nicht so gravierend sein, weil die meisten Russenaktien in den Händen von Auslandsrussen, Oligarchen genannt, (in City of London, USA, Israel...lebend) oder aber in Rußland lebenden Oligarchen sind.
    Diese wissen schon, wie man die Sanktionen umgehen kann. Sie haben das Geld für gute Anwälte.
    Bei der Cypern-"Cyperung" gab es extra für diesen Personenkreis ein kleines Büro in London, wo man sein Vermögen vor der "Cyperung" schützen konnte, sonst wurden ja alle Anleger "gezypert".
    Zwangsverkäufe etc. wird also nur einen kleinen Kreis der Anleger treffen. Das wären dann amerikanische und europäische Kleinanleger, Fonds etc.
    Bei der Abschaffung der ADR entfällt zudem ein "Melken" der Kleinanleger, denn die Kleinanleger bekommen dann die Dividende ohne Abzüge durch die ADR-Bank.
    Königsberg liegt nur 500km von Deutschland weg, von Berlin 600km mit dem Auto. (Spritkosten 50€ bei Tanken in Rußland + Halbjahresmehrfachvisum für 80€)
    Notfalls läßt sich das Depot dorthin verlagern.
    Es ist schon deutlich stiller um die Sanktionitis geworden, weil der Ami natürlich sieht, daß zu gedrückten Kursen gern Asiaten und andere Sanktionsumgeher zuschlagen und den Einfluß der USA weiter drücken. Rußland bietet derzeit weltweit mit die höchsten Dividendenrenditen bei oft exzellenten Bilanzen, also sehr hohen Eigenkapitalquoten.
    Durch das Eingreifen Rußlands herrscht in Syrien inzwischen wieder Friede. Assad hat alle Kerngebiete wieder unter seiner Kontrolle.
    Die USA beherrscht nur den Nordosten mit allerdings wichtigen Ölgebieten.
    Die Verarmenden Staaten von Amerika verlieren trotz größter Militärmacht (oder gerade wegen der Fehlallokation von Ressourcen) schleichend an Macht. Und nichts wird diese Entwicklung aufhalten können. Keine Strafzölle, keine Militärbasen weltweit, keine Sanktionen...
    Das Jahrhundert 21 wird asiatisch werden.
    Und die aufstrebenden Länder wollen auch Autos fahren und Erdölprodukte für ihre Länder erzeugen (verbrauchen).
    Es kann sich dadurch auch schnell wieder ein hoher Ölpreis von deutlich über 100US$ pro Faß einstellen.
    Und dann sollte man Russenaktien haben!
    Egal, wie derzeit die Kanonen gegen Rußland donnern.

  3. #36
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    Reaktionen auf Trump-Entscheidung Ruhani spricht von "psychologischer Krie

    Der iranische Präsident Hassan Ruhani wirft Trump nach dessen Ausstieg aus dem Atomabkommen "psychologische Kriegsführung" vor. Die Europäer wollen das Abkommen retten.

    https://www.t-online.de/nachrichten/...fuehrung-.html

    Der Ölpreis wird steigen .... GUT FÜR RUSSLAND


    EUROPA muss Rückrat zeigen "FUCK the Yankee´s"

    Handelskrieg mit den USA wird Europa zusammen schweißen ..... Frankreich,Deutschland,Lux.,Belgien,Niederlande & Co. müssen verschmolzen werden, und mit einer Streitmacht und eine Stimme handeln ...

  4. #37
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    Streit um Iran-Atomdeal Sind die Tage des billigen Benzins gezählt?

    Donald Trump verkündet den Austritt der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran. Mögliche Sanktionen gegen das Land hätten auch Auswirkungen auf die Benzinpreise. Wir erklären, warum.

    Die Preise an den Rohölmärkten kennen seit einiger Zeit nur eine Richtung: nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Montag bis zu 76,24 US-Dollar. Für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni musste bis zu 70,76 Dollar gezahlt werden. Das waren die jeweils höchsten Stände seit November 2014.

    Auch an den Tanksäulen klettern die Preise seit einiger Zeit in die Höhe – doch immer noch recht verhalten im Vergleich zum Anstieg an den Ölmärkten. Dabei es gibt einige Gründe, die für künftig steigende Benzinpreise sprechen


    https://www.t-online.de/finanzen/gel...gezaehlt-.html

  5. #38
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    Kooperation mit dem Iran Retten, was zu retten ist

    Bei dem Versuch, das Iran-Atomabkommen zu retten, geht es auch um viel Geld. EU-Unternehmen hatten große Pläne in dem Land, und der Iran hoffte auf eine Modernisierung. Was ist nun zu tun?

    Von Ralph Sina, ARD-Studio Brüssel

    Die EU versucht alles, um zu verhindern, dass der Iran wieder Uran zu militärischen Zwecken anreichert. Dem Team um Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist klar, dass dies nur gelingen kann, wenn das Atomabkommen auch nach dem Ausstieg der Amerikaner für die Regierung in Teheran wirtschaftlich attraktiv bleibt. Und zwar durch das Engagement europäischer Unternehmen.

    Es geht um Investitionen wie die des französischen Energiekonzerns Total, der gemeinsam mit der National Iranian Oil Company das größte Gasfeld der Welt erschließt. Total beschäftigt gleichzeitig mehr als 7000 Arbeitnehmer in den USA und hofft, von Trumps Iran-Sanktionen ausgenommen zu werden. Falls nicht, fordert Total-Chef Patrick Pouyanné neue EU-Regeln zum Schutz europäischer Investitionen im Iran.

    "Wir arbeiten an Plänen um die Interessen europäischer Firmen zu schützen", betonte eine Sprecherin der EU-Kommission nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, aus dem Vertrag auszusteigen. Aber sie könne jetzt noch keine weitere Details nennen.

    Eine Boeing 747 auf dem Flughafen von Teheran (Archivbild) | Bildquelle: AFP
    Strafmaßnahmen gegen den Iran

    Diese Firmen sind von Sanktionen betroffen
    Die USA wollen wieder Sanktionen gegen den Iran in Kraft setzen. Sie sollen vor allem Geschäfte von US-Unternehmen mit dem Land unterbinden. Aber auch europäische Firmen könnten betroffen sein. Eine Übersicht. | mehr

    Iranische Gasanlage bei Assaluyeh | Bildquelle: AFPgalerieDie Gasvorkommen im Feld South Pars gelten als die größten der Welt - für ihre Erschließung braucht der Iran Hilfe.
    Es geht um immense Summen
    Für europäische Unternehmen steht im Iran viel auf dem Spiel: Peugeot hat gemeinsam mit einem iranischen Partnerkonzern einen 430 Millionen-Dollar-Vertrag zur Autoproduktion unterschrieben. Daimler-Benz will gemeinsam mit einem iranischen Unternehmen Lastwagen verkaufen. Und der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk kündigte bereits 2016 an, als erstes westliche Pharmaunternehmen eine Produktionsanlage im Iran zu bauen.

    Alle drei Unternehmen sind gleichzeitig stark in den USA engagiert. Allein Daimler beschäftigt 24.000 Arbeitnehmer in den USA und plant eine Milliardeninvestition im US-Bundesstaat Alabama. Die Hoffnung der Unternehmen, auch nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomvertrag mit dem Iran in beiden Ländern gleichzeitig aktiv sein zu können, ist gering. Vor allem nach dem Tweet des neuen US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, deutsche Firmen sollten sofort aus ihren Iran-Geschäften aussteigen.

    Container werden im Hamburger Hafen auf Lastwagen verladen | Bildquelle: dpa

    Wie wichtig ist der Iran für deutsche Firmen?
    Deutsche Konzerne fürchten durch den US-Ausstieg aus dem Atomabkommen Einbußen und fordern Hilfe von der EU und der Bundesregierung. Doch welche Rolle spielt der Iran als Wirtschaftspartner für Deutschland? | mehr

    Das Abkommen löste Hoffnungen aus
    Um diese Geschäfte anzukurbeln waren im Mai 2016 mehr als 80 Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen zu mehrtägigen Gesprächen nach Teheran geflogen. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft vbw hatte sogar unmittelbar nach Abschluss des Atomvertrags mit dem Iran im September 2015 ein eigenes Büro in Teheran eröffnet.

    vbw-Auslandsbüros gibt es darüber hinaus nur in Brüssel und New York - ein Zeichen dafür, welche Hoffnungen die bayerische mittelständische Industrie in das Iran-Geschäft setzt. Bayern steigerte sein Exportvolumen in den Iran allein im vergangenen Jahr um knapp ein Drittel und in den ersten beiden Monaten 2018 noch einmal um 20 Prozent.

    "Wir hoffen, möglichst bald in Bayern die Niederlassung einer iranischen Bank zu haben", kündigte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zu Beginn des Jahres gegenüber dem ARD-Studio Brüssel an. Die iranische Middle East Bank soll in Kürze über ihre Münchener Niederlassung den reibungslosen Geldtransfer ermöglichen.

    Deutsche Wirtschaft fürchtet negative Auswirkungen im Iran-Handel
    tagesschau 20:00 Uhr, 09.05.2018, Martin Krebbers, RBB
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    Download der Videodatei
    Video einbetten
    Schwieriger Geldtransfer
    Geldüberweisungen zwischen dem Iran und Europa waren schon vor Trumps Ausstieg aus dem Atomabkommen durch diverse spezielle US-Sanktionen extrem schwierig und nur nur über Umwege möglich, betont Brossardt. Für europäische Unternehmer ging dies zumeist nur via Banken im Oman, in Katar und der Türkei.

    Das soll sich durch die Deutschland-Niederlassung der Middle East Bank ändern. "Dann wäre ein ganz normaler Zahlungsfluss möglich, weil wir dann eine durch die Bankenaufsicht BAFIN zugelassene Bank in der Bundesrepublik hätten", unterstreicht Brossardt, der den US-Ausstieg aus dem Atomabkommen als "mehr als bedauerlich" bezeichnet und die EU auffordert, sich gemeinsam mit China und Russland zum Iran-Atomabkommen zu bekennen.

    Nach Einschätzung der Iran -Expertin Ellie Geranmayeh von der EU-Denkfabrik "European Council On Foreign Relations" müssen die Europäer jetzt alles versuchen, um der Regierung in Teheran und dem iranischen Volk deutlich zu machen, dass das Abkommen auch ohne Amerika keineswegs Makulatur ist, sondern den iranischen Interessen dient. Dazu müsse die EU mit Russland und China kooperieren. Und sie müsse vor allem dafür sorgen, dass der Iran weiterhin Öl exportieren kann: Ein Fünftel seiner Ölausfuhren gehen an EU-Staaten, vor allem an Italien, Spanien und Griechenland.

    alt Peter Altmaier | Bildquelle: dpa
    Altmaier macht wenig Hoffnung
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht keine Möglichkeit, deutsche Firmen vor den Folgen der Sanktionsentscheidungen der USA zu schützen. Eingriffe wie etwa einen staatlichen Fonds zum Ausgleich möglicher Nachteile für Firmen, die im Iran tätig sind, sehe das deutsche Recht derzeit nicht vor, sagte Altmaier im "Deutschlandfunk". Er warne auch davor, solche Vorschläge ins Gespräch zu bringen - das könne für viele Staaten ein Anreiz sein, solche Maßnahmen zu verhängen. Zudem werde er sich als Bundeswirtschaftsminister auch nicht in betriebswirtschaftliche Entscheidungen einmischen. Die Bundesregierung biete jedoch Unterstützung und juristische Beratung für betroffene Unternehmen an.

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft...chaft-101.html

  6. #39
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    Prof. Hans-Werner Sinn: "Die Finanzkrise schwillt weiter unter dem Teppich"


  7. #40
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    Wir werden von 100.000 Jahre Gefängnis regiert...

    Banker und Regierung ist eine Gangsterbrühe, bezahlen darf alles der kleine Steuerzahler mit überhöhten Steuern und Zinszahlungen an den Drecks Staat.....und die Banken erhöhen die Gebühren für Bargeld Abhebungen – erheblich. Wuchergebühren für Bargeld Behebungen wird die Regel sein...denn Banken wollen das Bargeld abschaffen...und aus dem Grund werden wir von 100.000 Jahre Gefängnis regiert.

    Hier der komplette TV-Beitrag:

    https://www.youtube.com/watch?v=bb2phQpI9n0

    Wir leben in einer Maßlosen Zeit:

    Fahrzeuge werden immer größer und die Wampen der Fahrer ebenso.

    Auch die Hohe Politik und die Rüstungsausgaben werden, wird immer maßloser.


    Fett und Zucker machen maßlos

    Fett und Zucker machen nicht nur dick, die kalorienreiche Kost verändert auch das Gehirn.

    http://science.orf.at/stories/2912830/

    Kommt uns doch irgendwie bekannt vor :

    ....körpereigenen Cannabis-ähnlichen Substanzen werden bei übergewichtigen Tieren und Menschen vermehrt ausgeschüttet. Wie die Rattenstudie nun zeigt, verändern sie auch die Kommunikation im Gehirn. Das führt letztlich dazu, dass die übergewichtigen Nager maßlos werden und weit über den Hunger hinaus fressen......
    Geändert von Luis (15.05.2018 um 20:36 Uhr)

  8. #41
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    Korrupte Bananen Republik ...

    Zitat Zitat von Luis Beitrag anzeigen
    Fett und Zucker machen maßlos

    Fett und Zucker machen nicht nur dick, die kalorienreiche Kost verändert auch das Gehirn.

    http://science.orf.at/stories/2912830/

    Kommt uns doch irgendwie bekannt vor :

    ...körpereigenen Cannabis-ähnlichen Substanzen werden bei übergewichtigen Tieren und Menschen vermehrt ausgeschüttet. Wie die Rattenstudie nun zeigt, verändern sie auch die Kommunikation im Gehirn. Das führt letztlich dazu, dass die übergewichtigen Nager maßlos werden und weit über den Hunger hinaus fressen....

    "Verarschung" nach DEUTSCH/ER - Art ..... unsere Politiker Volksvertreter (?) ... ?
    P o l i t -M a f i a (Losungswort "Lobby/isten ")



    Bundesernährungsministerin

    Julia Klöckner weist Forderung nach Zuckersteuer zurück

    Berlin In Deutschland kann sich jeder für wenig Geld gesund ernähren, wenn er denn will. Davon zumindest ist die Ernährungsministerin überzeugt. Politische Maßnahmen wie eine Zuckersteuer hält sie für unnötig

    Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) stellt sich gegen die Forderung eines Ärzte-Bündnisses nach einer Zuckersteuer. "Eine ausgewogene Ernährung ist keine Frage des Geldbeutels", sagte sie der "Bild am Sonntag". "Eine Zuckersteuer klingt vielleicht gut, ob das aber die Fehl- und Überernährung verhindert, ist zu bezweifeln."

    Ein Bündnis aus mehr als 2000 Ärzten, darunter Eckart von Hirschhausen, sowie Fachorganisationen und Krankenkassen hatte Mitte der Woche an die Bundesregierung appelliert, eine Zuckersteuer, verständlichere Kennzeichnungen, Werbeverbote und Standards für die Schul- und Kitaverpflegung einzuführen. Nur mit solchen Maßnahmen zum Schutz der Menschen vor ungesunder Ernährung könnten auch bildungsferne Schichten erreicht werden, hieß es.

    "Eine ausgewogene Ernährung ist keine Frage des Geldbeutels"

    Die Einführung einer Steuer auf gesüßte Getränke könne ein Anreiz für Hersteller sein, den Zuckergehalt zu senken, so das Argument des Bündnisses. Die Einnahmen daraus ermöglichten es, Obst und Gemüse billiger zu machen. Durch eine Strafsteuer würden nicht alle gesund, sagt hingegen Klöckner: "Vielmehr müssen wir den Lebensstil und die Gesamtkalorienzahl in den Blick nehmen." Als Beispiel nannte sie der "Bild am Sonntag" eine "bessere Ernährungsbildung von der Kita an, theoretisch wie praktisch".

    Aufklärung allein reiche nicht, hatte dagegen das Bündnis betont.
    "Wir haben einfach keine Geduld mehr", hatte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVJK), Thomas Fischbach, über die gemeinsame Initiative gesagt. Ärzte sähen, dass die Gesundheit der Menschen in Deutschland drastisch leide.

    https://rp-online.de/politik/deutsch...k_aid-22438041

  9. #42
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    Italiens „Parallelwährung“ hat das Zeug, die Euro-Zone zu erschüttern

    Italiens EU-kritische Parteien wollen Verbindlichkeiten des Staates mit Schuldscheinen bezahlen. Manche sehen darin einen Schritt Richtung Parallelwährung und sehen bereits das Aus der Gemeinschaftswährung kommen.


    Spätestens seit Leonardo da Vinci ist Italien das Land der Erfinder und Tüftler. Zumal im wirtschaftsstarken Norden der Nation Kreative hoch angesehen sind. Doch Italien ist auch das Land der – gelinde gesagt – kreativen Ansätze, wenn Politiker Regeln, Gesetze und Verträge auslegen.

    Auch die neue Regierung aus eurokritischen Parteien von links und rechts versucht sich an Kreativlösungen. Eine davon hat das Zeug, die europäische Währungsunion in ihren Grundfesten zu erschüttern. Manche sehen gar das Ende der Euro-Zone kommen.

    Die rechtspopulistische Lega und das linkspopulistische Bündnis Fünf Sterne haben sich auf einige Punkte verständigt, die für viele Europapolitiker schwer zu schlucken sind. Potenziell am meisten Sprengkraft hat ein Passus des Koalitionsvertrags, der als erster Schritt Richtung Parallelwährung verstanden werden könnte.

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    Die entsprechende Formulierung in dem 57 Seiten dicken Schriftstück mit der Überschrift „Contratto per il governo del cambiamento“ (Pakt für eine Regierung des Wandels) ist zwar bewusst schwammig gehalten, doch kündigen die Radikalkoalitionäre an, dass öffentliche Verbindlichkeiten im Inland künftig mit Schuldscheinen statt mit Euro bezahlt werden könnten.

    Genaue Ausgestaltung noch unklar
    Mit anderen Worten: Wenn der italienische Staat ausstehende Rechnungen zum Beispiel bei Handwerkern oder Lieferanten hat, bekommen sie unter Umständen keine Euro, sondern Schuldtitel, teilweise auch IOU (für englisch „I owe you“) oder in Italien Mini-BOTs (das sind kurz laufende Kredite des italienischen Schatzamts) genannt.

    Der Lega-Wirtschaftspolitiker Claudio Borghi bejahte am Freitag die Frage, ob solche Schuldverschreibungen Teil des Regierungsprogramms seien. Der scheidende Wirtschaftsminister der bisherigen Regierung, Pier Carlo Padoan, dagegen hatte schon bei Bekanntwerden der Pläne im Februar gewarnt, derartige Titel seien eine Gefahr für die Finanzstabilität des Landes.

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    Wie in den anderen Staaten der Währungsunion gibt es in Italien nur ein gesetzliches Zahlungsmittel, den Euro. Sollte Rom tatsächlich dazu übergehen, Handwerkerrechnungen mit kurz laufenden Schuldverschreibungen und Ähnlichem zu begleichen und nicht mit der offiziellen Währung des Landes, wäre das zumindest ein weiterer Kanal fürs Schuldenmachen, wenn nicht gar der Einstieg in ein zweites Zahlungsmittel, das fortan in der drittgrößten Volkswirtschaft des Euro-Raums kursieren würde.


    Quelle: Infografik WELT

    „Welche Wirkung sie genau haben, hängt ganz davon ab, wie die Schuldscheine ausgestaltet werden“, sagt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, und schiebt hinterher: „Sofern sie denn kommen.“ Generell bereitet Krämer das neue Bündnis im Palazzo Chigi in Rom einige Sorgen. Denn schon jetzt steht fest: Ungeachtet des extrem hohen Schuldenstands von 2,3 Billionen Euro, wird die Links-rechts-Koalition auf neue Kredite setzen.

    Dafür riskieren Lega und Fünf Sterne auch den Konflikt mit der Europäischen Union (EU), für Beobachter hat es fast den Anschein, als legten sie es geradezu darauf an, Brüssel zum Feindbild und Sündenbock zu stilisieren.


    Quelle: Infografik WELT

    Die Reaktion der Kapitalmärkte ließ nicht lange auf sich warten. Der Mailänder Aktienindex verlor am Freitag 1,5 Prozent und damit stärker als andere Börsen. Die Kosten für die Kreditaufnahme des Landes stiegen. Zum Ende der Handelswoche musste Rom für zehnjährige Staatsanleihen 2,2 Prozent Zinsen bieten, weitaus mehr als andere Euro-Länder. Zum Vergleich: Deutsche Papiere mit zehn Jahren Laufzeit rentieren mit 0,6 Prozent, spanische mit 1,4 Prozent.

    Noch Anfang Mai musste auch Italien Investoren nur 1,7 Prozent bieten, massiv unterstützt durch die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB), die den Rentenmarkt seit Jahren stützen. Die jetzige Verzinsung von 2,2 Prozent ist die höchste seit Juli letzten Jahres. „Die politische Unsicherheit deutet auf strukturell höhere Risikoprämien hin“, heißt es mit Blick auf Italien in einem Papier, das die Commerzbank an ihre Kunden verschickt hat.

    Dennoch ist es noch ein weiter Weg bis zur ersten Parallelwährung in der Euro-Zone – und noch ein viel weiterer Weg zu einer erfolgreichen Parallelwährung, die dem Euro Konkurrenz macht. Solche Konstruktionen haben nämlich ein Problem: Lauten sie auf Euro, sind sie keine Parallelwährung, sondern nur eine weitere Art der Staatsverschuldung, lauten sie auf Lira oder einen anderen Namen, ist kaum zu erwarten, dass jemand sie freiwillig nimmt: Außerhalb Italiens wären die Titel nichts wert, könnten also kaum zum Einkauf von Roh- und Grundstoffen genutzt werden.

    Akzeptanz könnte zum Problem werden
    Und auch im Inland wäre es bei allen Erfahrungen der Vergangenheit fraglich, ob sie die öffentliche Verwaltung langfristig eins zu eins in Euro umrechnen und verbuchen würde. „Wenn sich die Empfänger der Mini-BOTs oder wie die Papiere auch immer heißen mögen, nicht darauf verlassen können, dass sie von jedermann im Land akzeptiert werden, wird sie kein Lieferant und kein Handwerker annehmen“, erklärt Krämer.

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    14.05.2018, Italien, Rom: Luigi Di Maio, Vorsitzender der Fünf-Sterne-Bewegung, spricht bei einer Pressekonferenz nach einem Gespräch mit Präsident Mattarella im Quirinalspalst. Neben ihm stehen seine Parteikollegen Giulia Grillo (r) und Danilo Toninelli (2.v.l). Erneut haben die rechtspopulistische Lega und die Fünf-Sterne-Bewegung in Italien mehr Zeit vom Staatspräsidenten für die Bildung einer Regierung gefordert. «Die nächsten Tage werden fundamental dafür sein, den (Koalitions-)Vertrag zu schließen», sagte Sterne-Chef Luigi Di Maio am Montag. Foto: Riccardo Antimiani/ANSA/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
    250 MILLIARDEN EURO

    Italien schockiert mit Forderung nach Schuldenerlass
    „Dem könnte die Regierung in Rom zwar gegensteuern, indem sie eine Annahmepflicht verhängt, doch die Wirtschaftsobjekte würden sich dagegen wiederum mit anderen Mitteln zur Wehr setzen“, merkt Krämer an. Etwa, indem sie Staatsaufträge nicht mehr annähmen oder verzögen.

    Auch Thorsten Polleit, Chefökonom von Degussa Goldhandel, glaubt nicht, dass das Ende der Euro-Zone durch eine italienische Parallelwährung herbeigeführt wird. „Die Ausgabe von Mini-BOTs bietet dem italienischen Staat zunächst einmal die Möglichkeit, seine Ausgaben in Form von Schuldverschreibungen anstatt in ‚barer Münze‘ zu begleichen“, erklärt Polleit.

    Dieses Konstrukt sei daher ein Indiz dafür, dass die neue italienische Regierung gar nicht darauf aus ist, die Defizitfinanzierung zu beenden – sondern vielmehr nach neuen Verschuldungswegen Ausschau hält. Nur unter einer Voraussetzung könnten Mini-BOTs als Geld – also als allgemeines Zahlungsmittel – akzeptiert werden: „Banken würden die Schuldscheine gewiss nachfragen, wenn die Papiere EZB-fähig sein sollten, also wenn sie bei der Zentralbank gegen Euro-Basisgeld eingereicht werden können“, sagt Polleit. In diesem Fall könnten Unternehmen und Händler bereit sein, die Schuldpapiere in gewissem Umfang im Warentausch zu akzeptieren.

    Regierungsprogramm verfehlt wahre Probleme

    Ob daraus eine echte Parallelwährung entstehen kann, die von den Menschen freiwillig gehalten wird, bleibt dagegen fraglich. „Die Angebotsmenge einer solchen Parallelwährung hinge allein davon ab, dass der Staat weiter Defizite auflaufen lässt und sie mit Schuldpapieren bezahlt.“ Vermutlich würden die Italiener eher auf andere Währungen – wie US-Dollar und Schweizer Franken – ausweichen.

    Aus Sicht vieler Volkswirte weist ein Großteil des Regierungsprogramms von Lega und Fünf Sterne in die falsche Richtung beziehungsweise geht an den wahren Problemen des Landes vorbei. „Italien hat eine schlechte Verwaltung und ein schwaches Rechtssystem, was den Unternehmen das Leben schwer macht“, benennt Commerzbank-Volkswirt Krämer zwei der Probleme. Entscheidungen von Behörden und Gerichten dauern oft Jahre.


    Quelle: Infografik WELT

    Im Ease-of-doing-business-Ranking der Weltbank, das misst, wie gut oder schlecht die staatlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen sind, findet sich die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone auf dem gleichen Niveau wie manch mittelamerikanische Nation. Zwar ist das Wohlstandsniveau in Norditalien ziemlich hoch, doch gleichzeitig stagniert die Produktivität seit etwa der Jahrtausendwende.

    „Es scheint fast so, als würden die Effizienz steigernden Effekte von Computern und Informationstechnik an Italien vorbeigehen“, sagt Krämer. Ein Aspekt ist dabei, dass Firmen in dem Land von der Mitarbeiterzahl meist klein gehalten werden, um nicht in die strengen Arbeitsmarktregeln für Großunternehmen zu fallen. Dadurch mangelt es ihnen im internationalen Wettbewerb aber an Schlagkraft.


    Quelle: Infografik WELT

    Niedrige Investitionen in Bildung sowie in Forschung und Entwicklung machen die italienische Misere perfekt: „Es ist im Kern ein Staatsversagen.“ Es wäre in der Tat Zeit für kreative Lösungen. Ob jedoch Mini-BOTs etwas Gutes tun, darf bezweifelt werden.

    Wenige Ökonomen haben Zweifel daran, dass Italien grundlegende Reformen und auch kreative Lösungen braucht, um aus seiner Misere herauszukommen. Die extrem hohe Staatsverschuldung ist die Spitze des Eisbergs. Tatsächlich sind die Verbindlichkeiten nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch in Relation zur Bevölkerung immens.


    Quelle: Infografik WELT

    Obwohl Italien mehr als 20 Millionen Einwohner weniger hat als Deutschland, sind die Schulden um mehr als 300 Milliarden Euro höher. Auf jeden Italiener kommen allein öffentliche Verbindlichkeiten in Höhe von 38.000 Euro, verglichen mit 23.700 Euro in Deutschland. Je Arbeitnehmer türmt sich die Schuldenlast sogar beinahe auf 100.000 Euro.

    Fast 5,6 Millionen Menschen in Italien gelten als arm, so viel wie in keinem anderen großen Land Europas. Das Elend konzentriert sich im Süden, wo die Protestbewegung Fünf Sterne die meisten Wählerstimmen bekam. Zugleich haben vor allem im reichen Norden viele Menschen Vermögen angehäuft, die den durchschnittlichen Besitz von deutschen Haushalten bei Weitem übersteigen. Im Norden aber ist die rechte Lega politisch stark.


    So scheint es, dass die Parteien ihre Klientel zufriedenstellen wollen, indem sie Europa dafür zahlen lassen.

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...-bezahlen.html

  10. #43

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    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    Julia Klöckner weist Forderung nach Zuckersteuer zurück

    Berlin In Deutschland kann sich jeder für wenig Geld gesund ernähren, wenn er denn will. Davon zumindest ist die Ernährungsministerin überzeugt. Politische Maßnahmen wie eine Zuckersteuer hält sie für unnötig

    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    Italiens EU-kritische Parteien wollen Verbindlichkeiten des Staates mit Schuldscheinen bezahlen. Manche sehen darin einen Schritt Richtung Parallelwährung und sehen bereits das Aus der Gemeinschaftswährung kommen.
    @Dagobert Duck:

    Würden solche Postings nicht eher in den Foren Bereich "Sonstiges" passen? Es gibt dort bereits die Rubriken "Gesellschaft und Politik" und "Börsenfreie Plauder-Ecke".

    Danke.

  11. #44
    Premium-Mitglied Avatar von Dagobert Duck
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    Merkel bei Putin in Sotschi Strategisches Interesse - und Rosen

    Zitat Zitat von vostok Beitrag anzeigen
    @Dagobert Duck:

    Würden solche Postings nicht eher in den Foren Bereich "Sonstiges" passen? Es gibt dort bereits die Rubriken "Gesellschaft und Politik" und "Börsenfreie Plauder-Ecke".

    Danke.
    "Wohl möglich"

    .................................................. ........................................

    Merkel bei Putin in Sotschi Strategisches Interesse - und Rosen

    Bei allen Differenzen gebe es "auch Themen, bei denen wir einer Meinung sind": Kanzlerin Merkel hat sich in Sotschi für gute Beziehungen mit Moskau ausgesprochen - schon aus strategischem Interesse. Von Putin gab es weiße Rosen zur Begrüßung.

    Die Kulisse am Schwarzen Meer ist malerisch, die Themen eher schwer. Eskalation in Nahost, Iran-Abkommen, Syrien, Ukraine-Konflikt, das Ostsee-Pipeline-Projekt Nord Stream 2 und das schwierige deutsch-russische Verhältnis insgesamt. Angela Merkel hatte Russland zuletzt vor einem Jahr besucht - es gab also einiges zu besprechen.

    Präsident Wladimir Putin begrüßte den Gast aus Deutschland mit weißen Rosen in seiner Residenz an der Schwarzmeerküste. Der Kremlchef messe dem Treffen mit Merkel große Bedeutung bei, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow vor Beginn: "Das ist ein sehr wichtiger Besuch." Es sei eine gute Gelegenheit, sich in internationalen Problemen abzustimmen.

    Putin empfängt Merkel zu Gesprächen in Sotschi
    tageschau 17:00 Uhr, 18.05.2018, Demian von Osten, ARD Moskau

    Die aktuellen Krisen könnten nur gelöst werden, wenn man intensiv miteinander spreche, sagte die Kanzlerin nach dem Vier-Augen-Gespräch mit Putin. Bei allen Differenzen gebe es "auch Themen, bei denen sind wir durchaus einer Meinung", sagte sie. "Ich halte das Miteinander-Reden für absolut wichtig." Deutschland habe ein "strategisches Interesse daran, gute Beziehungen zu Russland zu haben", betonte sie.

    Auch Putin sprach sich für einen engen Dialog mit Deutschland aus. Zwar gebe es "verschiedene Einschätzungen der einen oder anderen Situation auf der Welt", sagte er. "Die Probleme zu lösen ist aber nicht möglich, wenn man keinen Dialog miteinander führt." Gerade in der Wirtschaft sei Deutschland ein "Schlüsselpartner" für Russland.

    Pipeline-Projekt
    Im Streit um die geplante Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland signalisierte Putin vorsichtige Zugeständnisse. Russland könne auch nach dem Start der Nord Stream 2 Erdgas über die Ukraine in Richtung EU schicken

    Merkel und Putin hatten sich für das Pipeline-Projekt ausgesprochen. Kritik kam von den USA, aber auch von europäischen Partnern. Mit Hilfe der Nord Stream 2 kann Russland sein Erdgas durch die Ostsee direkt nach Mittel- und Westeuropa schicken. Die Route umgeht allerdings eine bestehende Pipeline in der Ukraine, die auf die Durchleitungsgebühren für russisches Gas angewiesen ist. Putin sagte, Russland habe nicht die Absicht, nach dem Start von Nord Stream 2 den Transit durch ukrainisches Territorium zu beenden. Russland werde die Gaslieferungen über die Ukraine fortsetzen, "solange diese wirtschaftlich gerechtfertigt sind". Der am Dienstag begonnene Bau der Pipeline schürt Sorgen in Kiew, die Einnahmen aus dem Gastransit könnten einbrechen. Merkel betonte, die Ukraine müsse Garantien erhalten, dass die Gaslieferungen über ihr Gebiet weitergeführt würden.

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    Ukraine
    Merkel und Putin bekannten sich beide zum Minsker Friedensabkommen für die Ukraine. Die Vereinbarung sei alternativlos, sagte Putin. Dies sei die "einzige Grundlage auf der wir arbeiten können", ergänze Merkel. Leider habe es gerade in der vergangenen Nacht wieder Verletzungen des Waffenstillstands gegeben. Daher müsse der Gedanke einer UN-Friedenstruppe weiter verfolgt werden. Darüber stimmten sie und Putin überein. "Das wäre ein guter Erfolg zu einer Stabilisierung der Lage, um dann auch die politischen Schritte durchzusetzen, die ja in Minsk vereinbart wurden", sagte Merkel. Die Kanzlerin und der russische Präsident sprachen sich zudem dafür aus, dass Russland, Deutschland, Frankreich und die Ukraine weiter im sogenannten Normandieformat zusammenarbeiten sollten.

    Syrien
    Differenzen gab es beim Thema Syrien-Krieg. Putin verlangte, dass die Europäer aufhören sollten, humanitäre Hilfe an politische Forderungen zu knüpfen, berichtete ARD-Hauptstadtstudioleiterin Tina Hassel, die mit nach Sotschi gereist ist. Eine Forderung, die Merkel natürlich nicht akzeptieren könne.

    Sendungsbild video
    Video

    Tina Hassel, ARD Berlin zzt. Sotschi, mit ersten Erkenntnissen der Gespräche
    tagesschau 16:00 Uhr, 18.05.2018 | video

    Russland ist Syriens wichtigste Schutzmacht. Es sieht für Deutschland vor allem eine Rolle beim Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Landes. Syriens Präsident Bashar al Assad war am Vortag ebenfalls bei Putin in Sotschi. Deutschland will, dass in Syrien ein politischer Prozess beginnt, der zumindest einem Teil der Millionen Kriegsvertriebenen und Flüchtlinge die Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht. In diesem Zusammenhang forderte sie, dass Russland seinen Einfluss geltend macht, um eine Enteignung der Flüchtlinge aus Syrien zu verhindern. Dabei geht es um das sogenannte Dekret Nummer zehn an. Es sieht vor, dass Syrer, die sich nicht binnen weniger Wochen an ihrem Heimatort melden, ihr Wohneigentum verlieren. "Das wäre eine große Barriere für eine Rückkehr", sagte Merkel - auch mit Blick auf die syrischen Flüchtlinge in Deutschland.

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    Iran-Abkommen
    Sowohl Merkel als auch Putin wollen das Atomabkommen mit dem Iran erhalten - auch nach dem einseitigen Ausstieg der USA. Und sie wollen sich gegen drohende US-Sanktionen wehren. Die Europäer haben dazu ein Abwehrgesetz reaktiviert, dass Firmen schützen soll. Die USA drohen Firmen mit Strafen, die sich nicht an die Sanktionen gegen Russland halten.

    Russland will ein Gesetz verabschieden, das die Erfüllung von US-Sanktionen unter Strafe stellt. "Es muss aber so ausbalanciert sein, dass es weder der eigenen Wirtschaft schadet noch unseren Partnern, die guten Glaubens in Russland aktiv sind", sagte er. Zugleich will Moskau Strafen einführen für die Firmen im Land, die sich den USA-Sanktionen beugen.

    Merkel appellierte erneut an den Iran, sich klar zum Atomabkommen mit den westlichen Ländern sowie Russland und China zu bekennen. "Ich glaube, es würde dem Iran auch sehr gut zu Gesicht stehen, nun zu sagen, wir wollen diese Verpflichtung auch weiter aufrecht erhalten." Sie zeigte sich überzeugt, das Abkommen biete mehr Kontrolle, mehr Sicherheit und mehr Transparenz in den Beziehungen zu der islamischen Republik als ein Verzicht darauf.

    https://www.tagesschau.de/ausland/me...tschi-103.html

  12. #45

    Dabei seit
    11/2005
    Beiträge
    127
    Es ist offiziell: Neue Russland-Sanktionen werden beschlossen:
    https://themoscowtimes.com/news/whit...olations-61478

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