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Thema: VERFALL DER ROHSTOFFPREISE Haben die Bergbauaktien allmählich den Boden erreicht?

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    VERFALL DER ROHSTOFFPREISE Haben die Bergbauaktien allmählich den Boden erreicht?

    19.01.2016 • Finanzen100

    Die dunklen Wolken über dem Bergbausektor dürften noch lange nicht weggehen. (©shutterstock.com/NooScapes)
    Die Aktien der Bergbaufirmen, wie BHP Billiton und Rio Tinto, haben eine beispiellose Talfahrt hinter sich. Nun stellen Investoren die Dividenden der Riesen zunehmend in Frage. Geht die Abwärtsspirale bei den Papieren weiter?

    Brutales Umfeld im Bergbausektor: Die Rohstoffpreise, wie für Eisenerz und Kupfer, sind kollabiert und mit ihnen auch die Aktien von BHP Billiton, Rio Tinto und des brasilianischen Konkurrenten Vale. Rio Tinto, der weltweit zweitgrößte Eisenherzsteller, will im Jahr 2016 dennoch die Eisenerzproduktion um sieben Prozent auf 350 Mio. Tonnen steigern. Angesichts des enormen Überangebots wären aber deutliche Produktionskürzungen das Gebot der Stunde. Der Verfall etlicher Währungen und des Ölpreises ermöglicht den Unternehmen aber ihre Kosten zu senken, weshalb sie die Produktion weiter steigern.

    Weiterer Verfall des Eisenerzpreises wird erwartet

    Der Branchenprimus BHP will im Fiskaljahr 2015/16, das im Juni endet, die Eisenerzproduktion in seinen australischen Minen um sechs Prozent hochfahren. Angesichts der Perspektiven und der schwachen Nachfrage aus China – das Land steht für die Hälfte der weltweiten Stahlproduktion - dürfte der Preisverfall bei Eisenerz daher weitergehen, was für weiteren Druck auf die Aktien sorgen dürfte. „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Eisenerzpreis im Jahr 2016 unter 30 Dollar fallen wird“, schrieben die Analysten der Citigroup zuletzt. Der größte Druck komme von der schwachen Nachfrage aus China. Aktuell liegt er bei 40 Dollar je Tonne. Eisenerz ist aber der wichtigste Ergebnislieferant von BHP Billiton.


    Der Verfall des Ölpreises belastet BHP Billiton schwer. (©shutterstock.com/Lightspring)
    BHP verbucht herbe Abschreibungen

    Vor wenigen Tagen hatte der Bergbauriese BHP Billiton Investoren mit der Nachricht geschockt, dass er eine Abschreibung von 4,9 Mrd. Dollar auf die US-Vermögenswerte im Bereich Öl-Fracking vornehmen werde. Damit wachsen die Abschreibungen auf die US-Vermögenswerte auf insgesamt 8,7 Mrd. Dollar an, wodurch ihr Wert auf nur mehr 16 Mrd. Dollar zurückgeht. Nun zweifeln Investoren zusehends, dass das jahrzehntealte Versprechen, die Dividende mindestens stabil zu halten, wackelt. Laut den Prognosen der Analysten wird der Konzern die Halbjahresdividende für das zweite Halbjahr 2015 um die Hälfte kürzen. Etliche Analysten befürchten, dass in anderen Geschäftsbereichen ebenfalls Abschreibungen bevorstehen. Viele Investoren fragen sich, wie will BHP bei diesen Preisen für Eisenerz und Öl gleichzeitig die Dividende und die Investitionen stemmen? Der Konzern gibt am Mittwoch, 20. Januar, einen Überblick über die Geschäftsentwicklung im Dezember. Am 23. Februar 2016 folgen die Halbjahreszahlen. Spätestens dann dürfte der Konzern eine weitere Kürzung der Investitionen ankündigen. Rio Tinto legt am 11. Februar die 2015er-Ergebnisse vor.

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    Die Aussichten für die Bergbaufirmen bleiben trüb. Trotz des enormen Überangebots erhöhen die Unternehmen die Produktion weiter. Gleichzeitig schwächelt die Nachfrage aus China erheblich. Ein Ende des Verfalls beim Ölpreis ist ebenfalls nicht in Sicht – schlechte Aussichten für BHP. Trotz der Talfahrt sind die Aktien der Bergbaufirmen bei Weitem nicht billig. Das 2016er-KGV für Rio Tinto liegt bei 13, obwohl die Gewinnschätzungen kollabieren. Das KGV für BHP auf Basis der Schätzungen für das Fiskaljahr 2016/17 liegt sogar bei 14. In schlechten Zeiten fällt die Bewertung für Bergbaufirmen aber durchaus auf sieben oder acht. Die Aktien dürfte daher noch etliche Zeit brauchen, bis sie den Boden gefunden haben. Kurserholungen dürften nur Erholungen im Abwärtstrend sein.

    Von Egmond Haidt


    Name Kurs * in %
    BHP Billiton Ltd. 9,79 EUR +0,79%
    BHP Billiton plc 8,73 EUR +1,84%
    Rio Tinto plc 21,88 EUR +0,07%

    http://www.finanzen100.de/finanznach...836188_237801/

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    Ich würde gerne mal wissen, warum die Rohstoffpreise so günstig sind momentan.

    Bei Stahl: Nachfrage der Chinesen ist geringer geworden, weltweite Überproduktion.
    Bei Lebensmitteln: Preise relativ stabil
    Bei Öl: Fracking der Amerikaner bringt Überproduktion und damit sinken die Preise

    Das heißt doch aber auf kurz oder lang, dass die Preise wieder steigen müssen, allein schon durch die Rohstoffnachfrage bei Smartphones, etc. die ja irgendwann auch jeder Mensch in China oder Indien haben will und weil die Dinger ja nach 3-5 Jahren auf den Müll kommen: http://www.7mobile.de/handy-news/gep...nd-tablets.htm


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