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Thema: AFK Sistema kaufen?

  1. #1

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    AFK Sistema kaufen?

    Die Sanktionen wirken stärker als es Russland zugeben mag. Der Quartalsgewinn von Gazprom ist um 44% gefallen. Und nun die "Festnahme" von Jewtuschenkow wegen "geldwäsche". Nun wenn es um Geldwäsche geht, müssten alle Oligarchen festgenommen werden ( soweit sie sich nicht sowieso nach London, Genf, Luzern abgesetzt haben). Von Jewtuschenkow kann man wohl sagen, eine Ausnahme unter den Oligarchen, er versteht Management, nachhaltiges Wirtschaften. Er hat Bashneft 2009 für ein Butterbrot gekauft, als die meisten Oligarchen von Putin gerettet werden mussten. Margin calls. Nun geht es wohl gerade um Bashneft. Bashneft hat Jewtuschenkow ein sauberes upstream Konzept verpasst. Viele eigene Raffinerien. Der Laden brummt, und das berechtigt. Aber mit dem kauf in 2009 soll etwas nicht stimmen. Wer weiss dass alle Beamten weltweit eine maxime verbindet - da kommt Arbeit ich geh erstmal auf Kururlaub- den kann es nicht wundern, dass Rosneft als quasi- Beamtenladen vor sich hin krebst. Und von fallenden Preisen für Urals hart getroffen wird. Da käme doch Bashneft gerade recht. Denn die Festnahme von Jewtuschenkow passierte gleich nachdem er ein Bashneft IPO in London vorbereitete, wohl um dem Billig-Kaufangebot von Rosneft zu entgehen. Zu spät?
    Nun stelt sich mir die Frage, AFK Sistema ist nach Jewtuschenkow Festnahme um 40% gefallen. Jetzt kaufen?
    Bei Yukos lief es ähnlich man konnte mit schnellem Wechsel short-long-short---dicke Gewinne machen. Ich vermute Sistema wird sich ähnlich verhalten und irgendwann bei -60% vom Höchstkurs landen aber zwischenzeitlich immer wieder satt steigen. Das wäre besonders dann drin wenn Jewtuschenkow einknickt und Bashneft zum Spottpreis an Rosneft verkauft, sozusagen symbolisch.
    Da wirds nun spekulativ. Jewtuschenkow wurde wieder aus dem Hausarrest entlassen das könnte auf eine "Einigung" hindeuten.
    OS call RCE7Q2 hochspekulativ.
    Ich vermute aber, dass Putin keine andere Wahl hat als noch mehr Oligarchen hopsgehen zu lassen. Bei dem derzeitigen fallenden Ölpreis macht Rosneft bereits tag für Tag Verlust. Das wird eng, bei den Oligarchen ist noch viel zu holen. NOCH!

  2. vladimirbush´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  3. Nach oben    #2
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    @vladimirbush
    surgutneftegaz soll 30Mrd $ cash besitzen. es gibt schon seit langem gerüchte dass rosneft surgutneftegaz übernehmen will. der zeitpunkt jetzt wäre passend.


  4. Walter´s Beitrag erhielt Dank und/oder Zustimmung von:


  5. Nach oben    #3

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    Interessant, aber zu welchem Preis? Der Kurs von Surgutneftegas ist ziemlich gefallen.

  6. Nach oben    #4

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    Es wird wohl noch mehr "Geldwäsche" Vorwürfe geben. Putin will Geld aus den
    Steueroasen zurückholen . Da dürfte einiges zu holen sein. Man kann nicht ausschliessen, dass nach einer Einigung Bashneft "abzutreten" Sistema wieder nahe an alte Werte steigt, aber auch nicht, dass Sistema zerschlagen wird also enteignet. Es laufen bereits einige Rechtsstreitigkeiten. Ich meine, dass ein Vergleich mit Yukos Chodorkowski nicht angebracht ist. Der Typ war ein echter Oligarch, ein Gauner. Jewtuschenkow sehe ich nicht so, aber ist wohl nicht im engsten Kreis der "cronies". Ich meine bei Deripaska ist sehr viel zu holen aber der steht Putin ja sehr nahe. Jedenfalls geht die Strategie auf, die ist ja, die Oligarchen von Putin zu isolieren, damit sie den dann letztlich irgendwie erledigen. Vielleicht politisch neue Partei etc.

  7. Nach oben    #5

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    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    Der Typ war ein echter Oligarch, ein Gauner.
    Gründe für diese Meinung?

  8. Nach oben    #6
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    @vladimirbush
    jewtuschenkow ist mit der schwester der reichsten frau russlands, der moskauer baulöwin jelena baturina, der ehfrau des ehmaligen bürgermeister von moskau luschkov, verheiratet. ich glaube da wird man nicht sehr tief graben müssen um faule geschäfte ans licht zu bringen.

  9. Nach oben    #7
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    Zitat Zitat von jerobeam Beitrag anzeigen
    Gründe für diese Meinung?
    Die Ex-Pflegeeltern meiner Frau wohnen in Neftejugansk, der Heimatstadt von Chodorkowski. Die habe etwas erzählt. Ich will damit nicht rausrücken, aber der Chodorkowski ist nicht nur so reich geworden, weil er so ein smarter Geschäftsmann war.
    Der hat richtig Dreck am Stecken, was man ihm aber nie nachweisen konnte.
    Der saß nicht nur wegen seiner Finanzsachen im Knast.
    Das lief wie bei AlCapone, den man ja auch niemals für seine eigentlichen Verbrechen einlochen konnte.
    Chodorkowski hat möglicherweise "Lebenslänglich" verdient. Das gab aber der Ersatztatbestand nicht her.
    Der hat das Gebiet knallhart ausgepreßt, nach seiner Entmachtung blieb endlich auch ein annehmbarer Teil der Wertschöpfung in der Gegend.
    Mal spaßeshalber nur Neftejugansk und Bürgermeister ins Guugel eingeben!
    Der Bürgermeister war lange der Einzige, der gegen Chodorkowski einschritt.
    Direkt nach der Ermordung des Bürgermeisters wurde ein großes Feuerwerk veranstaltet.

  10. Nach oben    #8

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    Meines Wissens ist MBK nach der Ermordung dieses Bürgermeisters alles andere als zufrieden gewesen.
    Ich bezweifle dass er damit etwas zu tun hatte, zumal es genug andere gab die ein Problem mit Petukov hatten - z.B. der Eigentümer des 2. Markts in der Stadt, den Petukov als Bürgermeister dicht gemacht hat damit seine Frau den einzigen Markt der Stadt kontrollieren konnte. Ausserdem sind wohl umfrangreiche Summen aus der Stadtkasse 'verschwunden', klar dass man dann Yukos beschuldigen kann keine Steuern gezahlt zu haben.

    Andererseits ist es ziemlich klar, wer hinter dem elenden Ende von Vasily Aleksanyan steckt.

  11. Nach oben    #9

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    Übrigens ist Nefteyugansk nicht die Heimatstadt von MBK. Er kommt aus Moskau.

  12. Nach oben    #10
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    Zu der ganzen Sache kann ich nicht viel mehr sagen.
    Das Thema war nur ganz am Rande besprochen worden.
    Das mit der Heimatstadt ist nur symbolisch für seine Firma geschrieben worden.

    Für mich ist jetzt wirklich eher relevant, wie es mit der Bashneft weiter geht. Bisher war es eine Ertragsperle, auch von der Kursentwicklung her.
    Die hohe letzte Dividende ist aber nur eine Sonderausschüttung für verkaufte Geschäftsbereiche gewesen.

  13. Nach oben    #11

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    Zitat Zitat von LabasRytas Beitrag anzeigen
    Zu der ganzen Sache kann ich nicht viel mehr sagen.
    Das Thema war nur ganz am Rande besprochen worden.
    Das hatte ich auch vermutet.
    Jedenfalls sollte man sich überlegen, ob man Menschen als Gauner/Ganoven bezeichnet, wenn man sich dessen nicht wirklich sicher ist.

  14. Nach oben    #12
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    Zitat Zitat von jerobeam Beitrag anzeigen
    Das hatte ich auch vermutet.
    Jedenfalls sollte man sich überlegen, ob man Menschen als Gauner/Ganoven bezeichnet, wenn man sich dessen nicht wirklich sicher ist.
    Das war aber die feste Meinung meiner Gesprächspartner.
    Und sie erwähnten eben ausdrücklich, daß erst nach dem Weggang von Chodorkowski auch Geld in der Region blieb, z.B. für die WMs in Chanty-Mansinsk, umfangreiche Baumaßnahmen und Verschönerungen in den Großstädten.
    Chodorkowski hätte optimal Geld aus der Firma und der Region herausgezogen, fast nichts für die Region gelassen.

  15. Nach oben    #13

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    Bashneft "enteignet"?

    Angeblich sollen Bashneft- Aktien "gesperrt" sein, und die Staatsanwaltschaft will angeblich die Rückgabe der Aktien "an den Staat" erzwingen, darüber soll am 9.10. erstmals verhandelt werden.
    "Politisch motiviert" nur insofern, als dass der Preis für Urals unter die Schwelle für Profit von Rosneft gefallen ist.
    Ich meine bashneft ist so oder so erledigt. Frage ist, was passiert mit AFK Sistema?
    Steht Mechel vor der Pleite? Refinanzierung aus westlichen Quellen gesperrt.
    Und als Nächstes SWIFT. Das dürfte Oligarchen zu einer massiven Kapitalflucht bewegt haben.
    Man muss sich allmählich sehr ernsthafte Sorgen um Russland machen. Besonders wegen der angestrebten Partnerschaft mit China. China wird zugreifen wenn Russland wackelt. Aber nicht so wie Putin meint.

  16. Nach oben    #14
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    Dummerweise verliert Rußland und Westeuropa bei diesem Spiel.
    Nur der Chinamann schlägt strategisch zu, wo sich die Gelegenheit bietet. Nicht nur in Rußland und Kasachstan.
    Europa sollte wieder einen Weg in Richtung Kooperation mit Rußland suchen, sonst bluten wir hier auch bald ordentlich.

    Bei der Bashneftprivatisierung gab es damals schon viele Meldungen über Unregelmäßigkeiten.
    Seltsam ist natürlich, daß Putin das erst ausgerechnet jetzt entdeckt haben will.

  17. Nach oben    #15

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    Ganz richtig. Europa sollte sich Russland zuwenden. Beide sind da Gewinner.

  18. Nach oben    #16

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    AFK Sistema kaufen ? - Money for nothing ?!

    Man kann den russischen Markt insgesamt

    "It’s not a free market in any way, shape or form."

    und den Gegenwert den man beim Kauf einer x-beliebigen russischen Aktie erhält
    sehr genau beschreiben:

    "You can own only what the Russian government will allow you to own".

    Dieser Satz sollte bei jedem Brocker vor dem Kauf einer russischen Aktie automatisch erscheinen.

  19. Nach oben    #17

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    DejaVu

    "Solange das System Putin am Ruder ist, könnt ihr euch anderen Weltgegenden widmen. Ihr werdet nichts, aber auch gar nichts verpassen."

    (Mein letzter Beitrag im Rufo von 04/2012)

  20. Nach oben    #18

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    Zitat Zitat von montenegro Beitrag anzeigen
    "You can own only what the Russian government will allow you to own".
    Dazu passt:

    Following the publication of yesterday’s report on the case of Vladimir Yevtushenkov, an insider from the Russian oil industry has communicated this analysis of what provoked Yevtushenkov’s arrest, and what will happen next. The insider has had more than 15 years of experience working with Igor Sechin, now chief executive of Rosneft.

    “The problem of Yevtushenkov is in his misunderstanding of what it means to own an oil company. He was given a right just to touch the object [Bashneft]; to clean and polish it; and then to hand it over to Sechin [Rosneft]. But Yevtushenkov decided that he was the real owner, and he started disputing with Sechin over the price of the asset. That’s something that is totally indisputable.The Ukrainian theory [of the case] is just camouflage.”

    What then of the timing of the September 17 arrest, and its impact on the state banks, the government’s business ministers, and the other oligarchs? “This isn’t a case where there has been a loss of control at the top. What you see is a loss of measure, of judgement. Taking into account the latest speeches of Sechin about oil prices reaching $150, he is really out of reality.”

    This is a reference to Sechin’s briefing of reporters on September 29, announcing an oil strike at the Universitetskaya prospect in the Kara Sea: “The mature fields in use around the world are declining and this [Kara Sea] oil is high quality so the market should definitely give us the kind of price that justifies our investments…In five to seven years, Rosneft may be able to get $140 to $150 a barrel.”

    Sechin has given this account of the pricing mistake Yevtushenkov had made when he acquired Bashneft in 2009, and when he tried reselling it: “The market was aware of the ‘skeletons in the closet’ for a long time. That is why we have never considered the possibility of buying the asset. But Vladimir Yevtushenkov is a very wise man, an experienced businessman. I think he weighed the risks when making a purchasing decision.”

  21. Nach oben    #19

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    Mit einigem Selbst-Schulterklopfen erinnere ich dass ich damals auf dem Höhepunkt der angeblichen "Ölknappheit" als WTI bei fast 150 stand, sofort eine put position in RTS und WTI kaufte, als der Gazprom- CEO 200 USD prophezeite . Ich dachte mir, der ist voll in die Goldman- Bullenfalle getappt. Nun WTI fiel auf 40 und RTS crashte.
    Meiner Meinung nach haben die Oligarchen nichts dazu gelernt. Sie haben keine Ahnung von Wirtschaft. Ich habe erfolgreich "Russland short" in form von crude, Nickel, Palladium getradet. Und immer wieder werden die spekulierenden Oligarchen von JPM Goldman...ausgenommen wie die sprichwörtliche Weihnachtsgans. In typischer Oligarch- Turbokapitalismus Manier hat es Selchin nicht nötig die Einschätzung bedeutender russischer Geologen ( die , die noch da sind die guten sind schon unter Yeltzin abgehauen) zur Kenntnis zu nehmen bezüglich Kara Meer. Wenn man sich erinnert auf welchem technischen und wissenschaftlichen Stand- Weltspitze- die UdSSR war und was davon nach Yeltzin- "Privatisierung" und Putin- Oligarchenclan geblieben ist...das ist schon nicht mehr traurig, das ist grausam.

  22. Nach oben    #20

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    wie erwartet geht Bashneft entschädigungslos "an den Staat" d.h., an Rosneft. Aber den Rest darf Sistema behalten. Ich meine es kann nun aufwärts gehen mit Sistema.

  23. Nach oben    #21
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    https://www.ft.com/content/33a4003c-...4-9023f8c0fd2e

    Moscow court has declined to hear a Rbs106.6bn ($1.85bn) lawsuit brought by state-run oil group Rosneft against oligarch Vladimir Yevtushenkov’s Sistema conglomerate, driving up Sistema shares by more than 10 per cent on Wednesday.

    The decision, which the court did not explain on its website, comes a week after news of the lawsuit wiped a third off Sistema’s value. Rosneft responded by saying it had filed a second claim in a regional court.

    The lawsuit, which accused Sistema of stripping assets during its ownership of the oil company Bashneft, opened fresh wounds in a long-running battle between Mr Yevtushenkov and Igor Sechin, Rosneft’s powerful chief executive, over the oligarchic privatisation of state assets in Russia’s early capitalist years and the more recent efforts of hawks to reclaim them.

    The case accused Sistema of saddling Bashneft with debt by eliminating its obligations to the oil company during a 2014 restructuring, according to Alexander Branis of Prosperity Capital Management, one of the largest Russia-focused funds and a Bashneft minority shareholder at the time.

    Rosneft, the world’s largest listed oil producer, said it had also filed a lawsuit against Sistema in Ufa, the capital of the central Russian province where Bashneft has its headquarters.

    “This is a matter of jurisdiction. It is not important for us in which court the claim will be considered, therefore we filed a lawsuit in both jurisdictions — we wanted to give the courts the opportunity to determine the jurisdiction,” spokesman Mikhail Leontiev said in a statement.

    Sistema said it had not received documentation of the lawsuit in Ufa. “In our opinion, the court’s decision is in complete accord with the position the company has previously stated regarding this dispute,” Sistema said in a statement.

    Shares in Sistema rose by as much as 12 per cent after the court’s decision was reported, before erasing some gains.

    Mr Yevtushenkov, who owns a series of other companies including MTS, Russia’s largest mobile provider, and Detsky Mir, its main children’s goods store, had been attempting to move past his dispute with Mr Sechin after previous criminal charges were dropped.

    The allegations that Sistema had illegally privatised Bashneft from the state led to Mr Yevtushenkov spending six months under house arrest and surrendering Bashneft to the government, but were abruptly dismissed.

    The case was widely seen in Moscow as a power play by Mr Sechin — which Rosneft has denied — and a sign that the Kremlin was willing to sanction moves against even politically loyal oligarchs like Mr Yevtushenkov.

    Last year, Mr Sechin scored a coup by securing the rights to acquire Bashneft from the government for Rbs330bn over the public objections of several senior government officials.

  24. Nach oben    #22
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    ...habe mir heute in London bei $ 4.70 ein paar SSA geangelt

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	a_angeln14.gif
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ID:	5391

    ...lagen ja auch schon höher...

    denke der heutige "innere Wert" wir unterschätzt und "gebasht"

  25. Nach oben    #23
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    Sistema holders approve paying RUB 7.8 bln in 2016 dividends.

    On June 26, 2017 it was reported that shareholders of Russian multi-industry holding Sistema approved paying RUB 0.81 per share, or RUB 16.2 per a global depositary receipt (GDR), or a total of RUB 7.817 bln, in dividends for 2016, at an annual general meeting on June 24.
    The company earlier paid RUB 3.67 bln, or RUB 0.38 per share, or RUB 7.6 per GDR, in interim dividends for January-June.
    The total sum of dividends could thus amount to RUB 11.5 bln.For 2015,Sistema paid RUB 0.67 per share, or RUB 13.4 per GDR, or a total of RUB 6.47 bln, in dividends.Sistema’s main owner Vladimir Yevtushenkov holds 64.18% in the company.

  26. Nach oben    #24
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    AFK Sistema meldet technische Insolvenz

    Der russische Mischkonzern AFK Sistema hat einen „technischen Default“ verkündet. Damit gilt das Konglomerat als zahlungsunfähig. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Interfax.

    AFK Sistema hat offene Kreditverpflichtungen in Höhe von rund 3,9 Mrd. Rubel (ca. 57 Mio. Euro). Die Insolvenz ergibt sich aus einem Rechtsstreit mit dem Mineralölkonzern Rosneft, der bei AFK Sistema Schadensersatz in Höhe von 185 Mrd. Rubel (ca. 2,7 Mrd. Euro) eingefordert hatte. Dabei ging es um die Frage, wem die Anteile an dem in 2009 privatisierten Ölunternehmen Baschneft gehören.

    Damals profitierte AFK Sistema von der Baschneft-Privatisierung. Dieser Vorgang wurde in 2013 von Moskauer Gerichten rückgängig gemacht. Das staatliche Unternehmen Rosneft klagte, dass AFK Sistema zwischen 2009 und 2014 illegal Vermögenswerte von Baschneft abgezogen hätte, bevor der regionale Ölproduzent in 2016 von Rosneft für knapp 5 Mrd. Euro aufgekauft wurde. Dadurch sei für Rosneft ein Schaden von 170,6 Mrd. Rubel entstanden.

    Gericht friert Unternehmensanteile ein

    Am 26. Juni 2017 hat ein Arbitragegericht in der Republik Baschkortostan beschlossen, Anteile von drei Unternehmen im Wert von 2,7 Mrd. Euro einzufrieren, die sich im Teilbesitz von AFK Sistema befinden – nämlich des Mobilfunkanbieters MTS (31.76%), der Privatklinik Medsi (100%) sowie der Bashkir Electric Grid Company (90.47%).

    Der technische Default sei durch das Einfrieren der Unternehmensanteile entstanden, berichtet AFK Sistema in einem Statement. Der Konzern will seine Arbeit wie üblich fortführen. Er bezeichnet die Vorwürfe als illegal und haltlos. Am 19. Juli und 7. August finden weitere Anhörungen zum Rechtsstreit statt.

    Baschneft-Restrukturierung

    Laut Sistema-Präsident Michail Schamolin sei die Restrukturierung „nicht zum Nachteil Baschnefts verlaufen, sondern zielte im Gegenteil darauf ab, vor dem damals geplanten SPO den Marktwert des Unternehmens durch eine Entflechtung der verschiedenen Überkreuzbeteiligungen zu erhöhen“. Dies berichtete er gegenüber dem Standard.

    „Es gab einen Tausch: Baschneft hat Aktien von Sistema-Invest zurückgegeben, Sistema-Invest seinerseits Baschneft-Aktien und so wurden Aktiva und Verbindlichkeiten gleichmäßig aufgeteilt“, erklärte Schamolin. Energieexperte Sergei Roschenko sagte dazu: „Die Ausgliederung der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktiva und die größere Transparenz vor dem IPO waren sinnvoll.“

    Quelle: Ostexperte.de

  27. Nach oben    #25
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    Court to hear Sistema appeal versus assets arrest in Rosneft case on August 7, 2017

    On July 14, 2017 Olga Fomichyova, representative of Russia’s 18th Arbitration Court of Appeals,
    stated that the court scheduled for August 7 hearings of multi-industry holding Sistema’s appeal
    against a lower court’s decision to arrest its assets under RUB 170.6 bln suit with oil major Rosneft.

    In late June, the Arbitration Court of the republic of Bashkortostan ordered to seize RUB 185 bln
    worth of assets of Sistema, including a 31.76% stake in mobile operator MTS,
    100% in healthcare company Medsi, and 90.5% in Bashkir Power Grid Company,
    under the Rosneft case. Rosneft filed its suit in May, seeking to recover
    a loss stemming from an alleged asset stripping at Bashneft in 2009-2014 by Sistema.

    Quelle Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Wie ein Neooligarch Altoligarchen attackiert

    Ein dubioser Justizfall hält Russlands Wirtschaft in Atem. Ein Staatskonzern will den Privatkonzern Sistema in die Knie zwingen. Die Causa zeigt: Ein Mann im Land genießt Narrenfreiheit, Igor Setschin, genannt der russische Darth Vader.

    Wien. Die Causa, die in Russland verhandelt wird und auch westliche Investoren in Atem hält, erinnert auffällig stark an den Fall des Ölkonzerns Yukos. Dieser war vor gut einem Jahrzehnt zerschlagen worden, nachdem zuvor noch sein heute weltberühmter Chef und Oligarch Michail Chodorkowski hinter Gitter gebracht worden war, ehe er nach zehn Jahren Haft über Vermittlung des deutschen Ex-Außenministers Hans-Dietrich Genscher freiging.

    Auch im aktuellen Fall liegen sich wieder mächtige Konzernchefs in den Haaren, obwohl es angeblich um nichts Persönliches geht, wie zumindest der eine der beiden, Igor Setschin, Chef des landesweit größten und staatlichen Ölkonzerns Rosneft, behauptet. Und auch aktuell lautet das Match wieder auf Staat gegen privat, das in der Ära Wladimir Putins gemeinhin zugunsten von Staatsbetrieben ausging, während Privatinvestoren auf Verlusten sitzenblieben. Gestern ging der Gerichtsprozess in die nächste Runde und wurde um eine Woche vertagt.

    Aber was ist es, worum Rosneft mit dem privaten Mischkonzern AFK Sistema ficht, der im Besitz des 68-jährigen Multimilliardärs Wladimir Jewtuschenkow steht und zu dem etwa der landesweit größte Mobilfunkkonzern, Unternehmen für Raketentechnik oder eine riesige Holzindustriegruppe gehören? Es geht im weitesten Sinn um Öl, im engeren Sinn um Geld und nebenbei noch um die Demonstration von Macht, von der in der russischen Wirtschaft niemand so viel hat wie Igor Setschin. Nicht zufällig wird der 56-jährige Mann mit der mürrischen Physiognomie auch der russische Darth Vader genannt. Im Unterschied zu ihm, dem einstigen Militärdolmetscher in Afrika, der mit Putin politisch und wirtschaftlich groß wurde und der Inbegriff der Loyalität ist, haben die traditionellen und alten Magnaten selbst dann nichts zu melden, wenn sie sich wie Jewtuschenkow politisch nie gegen Putin gestellt haben. Gerade wenn es um die Konsolidierung des russischen Ölsektors geht, scheint Setschin freie Hand zu haben.

    Es geht um 2,45 Mrd. Euro

    Konkret also verlangt Rosneft von AFK Sistema etwa 170 Milliarden Rubel (umgerechnet 2,45 Milliarden Euro) an Entschädigung für erlittene Verluste beim zugekauften Ölkonzern Bashneft. Zur Vorgeschichte: Das landesweit sechstgrößte Ölunternehmen, Bashneft, war 2009 von AFK Sistema erworben worden. Jewtuschenkow baute das Unternehmen um und machte es zu einem der effizientesten auf dem Markt. Das ging gut bis 2014, als der Staat plötzlich Jewtuschenkow für Monate unter Hausarrest stellte und den Baschneft-Konzern renationalisierte. Schon damals galt Setschin als Strippenzieher. Jewtuschenkow seinerseits, der Informationen der „Presse“ zufolge damals sogar seine Familie aus Sicherheitsgründen ins Ausland bringen wollte, verzichtete auf Revision und erzielte immerhin eine Aufhebung des Hausarrests.

    Das Schicksal des Ölunternehmens Bashneft war damit freilich noch nicht endgültig geklärt. Zwei Jahre sollte es dauern, ehe Setschin wieder zuschlug: Im Vorjahr übernahm er das Unternehmen aus der staatlichen Vermögensverwaltung und überführte es in seinen Rosneft-Konzern, der heute nach Reserven der größte seiner Art in der Welt ist. Anfang Mai 2017 schließlich dann die Bombe: AFK Sistema sollte Milliarden Entschädigung zahlen, weil der Bashneft-Konzern bei der Umgestaltung durch Jewtuschenkow an Wert verloren habe.

    „Juristische Farce“


    Davon war wohlgemerkt zur Zeit der Übernahme durch Rosneft nicht die Rede gewesen. Sistema weist denn auch die Vorwürfe entschieden zurück und spricht von einer juristischen Farce. Wie „Die Presse“ aus informierten Kreisen erfahren hat, verfügt ein Teil der von der Klägerseite hinzugezogenen Experten nicht einmal über ausreichend Kompetenz, einer von ihnen ist gar Student ohne Abschlussdiplom.

    Das Desaster auf dem Markt ist ohnehin angerichtet. Die auch in London gelisteten Sistema-Aktien, die vielfach von ausländischen Investoren gehalten werden und die schon im Zuge der Renationalisierung von Bashneft 2014 um drei Viertel gefallen waren, sackten am 3. Mai 2017 um 37 Prozent ab und haben sich auch nicht mehr erholt.

    Auch Putin kann nicht helfen

    Wie am Ende der Rechtsstreit auch ausgeht, für das Investitionsklima ist die Causa in jedem Fall verheerend. So wird der Fall von Analysten wiederholt als Beispiel für das unterentwickelte Rechtssystem hergenommen – bislang wurden nur die Anliegen der Klägerseite vor Gericht erfüllt. Dieses Rechtssystem ist mit dafür verantwortlich, dass sich der russische Aktienmarkt seit Jahren seitwärts bewegt und immer noch um 60 Prozent unter dem Allzeithoch von 2008 liegt. Vier ausländische Sistema-Aufsichtsräte, zu denen der ehemalige britische Industrieminister Peter Mandelson gehört, haben sich nun sogar mit einem Brief an Putin gewandt, er möge in den Streit eingreifen, was der Kreml unter Verweis auf das Gericht ablehnt.

    Setschin, der wohlgemerkt vor fünf Jahren seinen zweitgrößten Konkurrenten, TNK-BP, geschluckt hat, gilt übrigens auch als Mastermind hinter der Zerschlagung des eingangs erwähnten Yukos-Konzerns. Erst mit den Filetteilen dieses Konzerns ist Setschins Rosneft zur Nummer eins in Russland geworden.

    BASHNEFT UND ÖSTERREICH

    Der Rechtsstreit rund um den Ölkonzern Bashneft (siehe oben) ist der jüngste in einer Reihe von umstrittenen Aktionen, mit denen die russische Ölindustrie wieder in Staatshände zurückgeführt worden ist. Zuvor war der Sektor in den 1990er Jahren privatisiert worden - im Falle von Bashneft in die Hände der Familie Rachimow des gleichnamigen Gouverneurs der Teilrepublik Baschkortostan.

    Ural Rachimow,*Sohn des Gouverneurs, hielt den Konzern bis 2009, um ihn dann an AFK Sistema zu veräußern. Danach floh Rachimow nach Österreich, wo er seither lebt. 2015 hat Russland seine Auslieferung erbeten, weil er im Verdacht der Untreue im Zusammenhang mit Bashneft stehe. Berechnungen zufolge könnte er am Verkauf von Bashneft 143 Mrd. Rubel (nach damaligem Kurs 3,3 Mrd. Euro) verdient haben. Österreich lehnte die Auslieferung ab, weil auch eine politische Motivation für das Auslieferungsbegehren im Raum stehe.

    ("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.07.2017)

  29. Nach oben    #27

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    Bin hier auch eingestiegen - natürlich mittlerweile auch im Verlust, auch wenn zwischenzeitlich der ex-Dividende Tag war

    Wie schätzen die Experten hier den Ausgang ein? Aktuell sieht es eher nach einem Urteil gegen Sistema aus. Trotz der Tatsache, das hier einiges an Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Russland ruiniert werden würde.

    Hoffe nicht, dass dadurch Sistema endgültig in die Insolvenz geht.

  30. Nach oben    #28
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    Sistema "explodiert" heute morgen ohne News...

    Moskau Micex:
    Sistema Public Joint Stock Financial Corporation, ordinary share (AFKS)
    05.09.2017 10:42:10

    13.800 +10.00%
    RUBBest offer price:13.800

    http://www.moex.com/en/issue.aspx?board=TQBR&code=AFKS

    London:
    AFK Sistema PAO
    SSA:LSE

    Price (USD)4.93 Today's Change 0.475 / +10.67%

    http://www.londonstockexchange.com/e...USUSDIOBE.html

  31. Nach oben    #29

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    Auf dem BRICS-summit hat sich Putin zu dem Rechtstreit geäußert:

    https://m.realnoevremya.ru/news/7560...e#from_desktop

    Aus dem russischen übersetzt:

    Russian President Vladimir Putin hopes for an amicable agreement between Rosneft and AFK Sistema on a claim by the state-owned company to the holding to the amount of 170.6 billion rubles. Such a statement the president made at a press conference following the results of the BRICS summit.
    "I met with the head of Rosneft, and with the head of Sistema - with both Yevtushenkov and Sechin - on this issue," Putin said. - I listened to the position of both. I think it would be wrong if I now publicly stated my attitude to this matter. But I very much hope that they will be able to reach a settlement agreement. This would be beneficial for both companies and the Russian economy as a whole.
    Putin added that he did not give any instructions on the issue of legal proceedings between the companies, Interfax reports.
    Recall that the Arbitration Court of Bashkortostan partially satisfied the claim of Rosneft to AFK Sistema. The initial amount of claims amounted to more than 170.6 billion rubles, the arbitration decided to pay state corporations 136.3 billion rubles. Representatives of Sistema intend to appeal the verdict.

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  33. Nach oben    #30
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    merci MiG29,

    Putin spricht "es werde Friede"

    ...und das wäre nicht schlecht für meinen neuesten Aktienkauf Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

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