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Thema: Russland Wirtschafts-News, Marktkommentare und Analysen

  1. #841
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    Neuer Wirtschaftskurs: Putin erklärt der Korruption den Krieg

    Mehr Kontrolle, höhere Strafen: Russland erklärt der Korruption im eigenen Land den Krieg. Jährlich würden zig Milliarden Euro verschwendet. Damit soll Schluss sein, damit das Land sich aus der Wirtschaftskrise befreien kann - das ist gut für Europa.

    Mitte Oktober saßen sie im Kreml zusammen, schreibt die amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg. Wladimir Putin vor Kopf, an den Seiten seine Minister. Finanzchef Alexei Ulyukayev trug die Probleme des Landes vor: Eine rasende Inflation, der Absturz des Rubel, Ölpreise im freien Fall und eine drohende Rezession - von den westlichen Sanktionen sagte er nichts, das war allen bekannt. Was tun? Weder Ulyukayev, noch Putin hatten eine Antwort. Also gab der Präsident seinem Kabinett einen Auftrag: In einem Monat sollten seine Minister ihm mögliche Handlungsoptionen liefern - unter der Prämisse, dass sich damit eine Dekade von Sanktionen überleben ließe.
    Russischer Rubel / US Dollar (RUB/USD) Russischer Rubel / US Dollar (RUB/USD)
    Mega-Projekte sollten Wirtschaft ankurbeln
    Seine Berater taten, wie ihnen geheißen. Schon Tage später hatte Putin zwei Pläne auf dem Tisch, von den zwei konkurrierenden Gruppen in seinem Machtapparat. Der eine sah vor, die Wirtschaft mit einigen Mega-Bau-Projekten anzukurbeln, also viel Geld zu investieren. Zwei von Putin engsten Verbündeten, die Milliardäre Gennady Timchenko und Arkady Rotenberg, sollen ihn mit erstellt haben - kein Wunder, ihre Taschen würden sich durch die Investitionen weiter füllen.
    Russland verschwendet im Jahr mehrere zehn Milliarden Euro
    Doch Putin lehnte ab. Ihm erschien der andere Vorschlag besser, den unter anderem Premierminister Dmitry Medvedev propagiert: Der Kreml soll stärker gegen Korruption und Geldverschwendung im Land vorgehen. Schätzungen zu Folge gehen dem Land so mehrere zehn Milliarden Euro im Jahr flöten. "Verschwendung, ineffizientes Management bei staatlichen Fonds, Bestechung und Diebstahl werden nicht mehr unbemerkt bleiben", kündigte Putin gestern bei einem Treffen mit Unterstützern an. Mehr Kontrollen und härtere Strafen drohen den Konzernen jetzt, um diesen Anspruch durchzusetzen. Die neue Politik soll noch diesem Monat in Putins Rede an das Parlament verkündet werden.
    db Ölpreis Brent db Ölpreis Brent
    "Wirtschaftliche Liberalisierung"
    Doch der Kampf gegen die Geldverschwendung ist aber nur der erste Teil des neuen Plan, bezeichnet als "wirtschaftliche Liberalisierung". Generell will der Kreml nämlich den Zugriff auf die Wirtschaft lockern, Bürokratie abbauen und den Unternehmen somit mehr Freiheiten zugestehen. Die Gruppe um Medvedev favorisiert stärkere Zusammenarbeit mit den USA und Europa - jedenfalls wenn deren Sanktionen aufgehoben sind. Bis dahin sollen die Konzerne von lästiger Papierarbeit befreit werden um unter dem Joch der Restriktionen Wege aus der Krise zu finden. Weniger Korruption soll es Gründern zudem ermöglichen, einfacher erfolgreiche Unternehmen großzuziehen.
    Von Christoph Sackmann
    http://www.finanzen100.de/finanznach...0795654_75778/

  2. Nach oben    #842
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    Osteuropa blüht 25 Jahre nach Ende des Kommunismus auf

    POLEN, UNGARN, TSCHECHIEN, SLOWAKEI, KROATIEN UND RUMÄNIEN
    Osteuropa blüht 25 Jahre nach Ende des Kommunismus auf
    gestern 11:25 • Finanzen100
    Seit der Öffnung Polens zum Westen hin, hat das Land große Fortschritte gemacht. Zeitweise galt es sogar als Wachstumsstar der Europäischen Union. Seit der Öffnung Polens zum Westen hin, hat das Land große Fortschritte gemacht. Zeitweise galt es sogar als Wachstumsstar der Europäischen Union. (©dpa)
    Ein Viertel Jahrhundert ist es her, dass die Mauer fiel und sich der Ostblock dem Westen öffnete. Wie es heute dort aussieht und was sich seit dem getan hat, hat die österreichische Erste Group in einer Studie zusammengefasst.

    Was bedeutet das eigentlich, wenn sich das politische System von heute auf morgen komplett ändert? Ein gutes Beispiel dafür ist die Region Zentralosteuropas (CEE), also vor allem die Länder Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Kroatien und Rumänien, die heute auch alle Vollmitglieder der Europäischen Union (EU) sind. Bis vor 25 Jahren, also bis zum Mauerfall in Deutschland und dem Ende des Kommunismus in Osteuropa, gehörten diese Staaten dem so genannten Ostblock an. Doch dann mussten diese ehemaligen russischen Satellitenstaaten plötzlich auf eigenen Beinen stehen. Das haben die Länder aber teilweise sehr gut bewältigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf zum Beispiel lag vor 25 Jahren noch bei 49 Prozent des Durchschnitts der Mitgliedsstaaten der EU vor der Osterweiterung, den so genannten EU-15. Heute aber liegt das Pro-Kopf-BIP bei 65 Prozent. Im Durchschnitt haben die CEE-Länder also ganz deutlich aufgeholt.
    CECE Net Index (Total Return) (EUR) CECE Net Index (Total Return) (EUR)
    Die Veränderung lässt sich aber auch noch an vielen anderen Daten festmachen: 1993 kamen in Rumänien auf 1.000 Einwohner weniger als 100 Autos. In Tschechien, wo die Zahl noch am höchsten war, waren es rund 270 Auto. Der Durchschnitt der EU-15 lag damals laut der Erste Group bei fast 400 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner. Der ist zwar seitdem auf rund 500 Autos gestiegen, aber einige der CEE-Länder haben noch rasanter aufgeholt. In Polen zum Beispiel hat sich der Zahl der Autos sogar verdreifacht und das Land liegt heute auf dem gleichen Niveau wie der EU-15-Durchschnitt. Auch Tschechien ist davon nicht mehr weit entfernt. Und selbst in Rumänien hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.
    Die ehemaligen Ostblock-Länder haben sich geöffnet
    Ebenfalls deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Haushalte ohne Waschmaschine. Hier liegen zwar als Vergleichsbasis nur Zahlen für 2006 vor. Aber auch seitdem hat sich viel getan. In Tschechien ging seitdem die Zahl der Haushalte ohne Waschmaschine von 1,8 auf 0,2 Prozent zurück und liegt damit auf dem Niveau der EU-15. In Polen sank die Zahl von 2,9 auf 0,6 Prozent, in Rumänien sogar von 17,4 auf 5,3 Prozent. Verändert hat sich zum Beispiel aber auch die Zahl der im Ausland studierenden. Am deutlichsten in der Slowakei: 1998 sind gerade Mal rund drei Prozent der Studenten ins Ausland gegangen, heute sind es etwa 14 Prozent. Aber auch in Rumänien, Tschechien und Kroatien ist die Zahl spürbar gestiegen. Lediglich in Ungarn scheint sich hier wenig zu bewegen.
    WIG WIG
    Entscheidend für diese Entwicklung waren nach Ansicht von Juraj Kotian, Leiter CEE-Macro und Fixed Income Research bei der Erste Group die von Grund neu gestalteten institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Der freie Waren-, Dienstleistungs- und Personenverkehr habe zur völligen Umstrukturierung dieser Volkswirtschaften beigetragen. Neben massiven Investitionen aus dem Ausland, die von Deutschland und selbst auch China in die Region strömten, wurden auch die von der EU bereitgestellten Mittel höchst erfolgreich eingesetzt. Von großer Bedeutung war aber noch etwas anderes: Damals hatte der Privatsektor gerade mal einen Anteil von zehn Prozent am BIP. Doch Reformen – insbesondere die Privatisierung – haben diesen Anteil bis heute auf fast 80 Prozent ansteigen lassen. Der Großteil der Wertschöpfung kommt damit heute aus der Privatwirtschaft.
    Deutliche Gewinne am Aktienmarkt
    Aber auch die Aktienmärkte dieser Länder wurden damit interessant. Der Warschauer Aktienindex WIG zum Beispiel hat sich in den vergangenen zehn Jahren von rund 25.000 auf über 50.000 Punkte mehr als verdoppelt. Auch die anderen Indizes dieser Länder konnten seit den neunziger Jahren deutlich zulegen. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass diese Länder zuletzt entweder unter hausgemachten Problemen oder unter der stagnierenden Wirtschaft in Westeuropa zu leiden hatten. Teilweise sind die Länder hoch verschuldet und die Konjunkturdynamik ist, sofern überhaupt vorhanden, aktuell sehr gering. Dennoch bleibt festzustellen, dass sich in den vergangenen 25 Jahren dort sehr viel bewegt hat. Damit sich die Erfolgsstory aber fortsetzt, so das Fazit der Experten der Erste Group, müssten die Länder Maßnahmen zur Förderung des Wachstums ergreifen.
    Von Gerd Hübner
    http://www.finanzen100.de/finanznach...2319200_75799/

  3. Nach oben    #843

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    Analysten Bremer Landesbank – ZEW setzt positive Signale – Ist der Rubel fair bewertet?

    Analysten Bremer Landesbank – ZEW setzt positive Signale – Ist der Rubel fair bewertet?

    Ein interessanter Artikel, die Bremer Hanseaten sind mir schon oefter als
    unabhaengige Geister aufgefallen
    Siehe auch juengste EUR/Rub Kursentwicklung vom Freitag

    SW

    http://www.financial.de/experten/ana...fair-bewertet/

  4. Nach oben    #844

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    Nach PBOC cut und Draghi dovish allerdings...sah die Devisenwelt anders aus. USD/RUB...

  5. Nach oben    #845

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    EUR/RUB

    EUR faellt heute weiterhin zum Rubel stark, zu allen anderen Waehrung steigt EUR.
    Sind wohl doch eher fundamentale Gruende, wie in obigem Artikel beschrieben.
    Und warum macht Draghi seine weniger als Nullzins Stategie?: Weil es in Teilen Eutropas
    alles andere als rund laeuft.
    SW

  6. Nach oben    #846
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    Apple mehr wert als alle russischen Aktien zusammen

    Apple ist an der Börse mittlerweile mehr wert als der russische Aktienmarkt. Das ermöglicht nicht nur den kompletten Leerkauf der russischen Börse – sondern auch ein Geschenk für jeden Russen.

    Wenn Sie Apple besessen und verkauft hätten, könnten Sie mit den Einnahmen aktuell den gesamten Aktienmarkt Russlands aufkaufen. Und Sie hätten immer noch genug Kapital, um jedem Russen ein eigenes iPhone 6 Plus zu kaufen.

    Denn die gesamte Marktkapitalisierung aller russischen börsennotierten Gesellschaften ist erstmals unter den Wert des Unternehmens mit der weltweit höchsten Kapitalisierung gesunken. Die Differenz lag am 12. November bei 121 Milliarden Dollar, was in etwa dem Preis von rund 143 Millionen vertragsfreien 64GB iPhones auf der Basis der Apple-Store-Verkaufspreise entspricht.

    Apple IncZur Detailseite
    26.11.2014 20:42:20+0,04%94,73 €

    Der Wert russischer Aktien ist in diesem Jahr um 234 Milliarden Dollar auf 531 Milliarden Dollar geschrumpft, während Apple um 147 Milliarden Dollar auf 652 Milliarden Dollar an Wert gewonnen hat, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht.

    Anleger fürchten eine wirtschaftliche Stagnation

    Die Innovationskraft und Markenstärke des Technologiekonzerns lockt Investoren an, während in Russland die politischen Konflikte, Sanktionen und die Gefahr einer wirtschaftlichen Stagnation im nächsten Jahr die Anleger nervös machen, sagt Vadim Bit-Avragim, Fondsmanager bei Kapital Asset Management in Moskau.


    Apple arbeitet mit den Aktionären zusammen, um die Erträge zu maximieren, und hat den Firmensitz dort, wo Eigentum durch das Gesetz geschützt ist

    Vadim Bit-Avragim
    Fondsmanager, Kapital Asset Management

    "Apple arbeitet mit den Aktionären zusammen, um die Erträge zu maximieren, und hat den Firmensitz dort, wo Eigentum durch das Gesetz geschützt ist", sagt Bit-Avragim.

    "In Russland ist der Gesetzesschutz für Eigentum nicht so gut, die meisten staatlichen Unternehmen haben eine schlechte Unternehmensführung, die Ressourcen befinden sich in staatlichen Händen und die Fremdkapitalkosten steigen rasant. Außerdem, wenn jemand in Konflikte mit den Nachbarn gerät, wird es sehr schwer, Investoren aus allen möglichen Ländern zu überzeugen, dort zu investieren."

    Auch größer als Italien und Singapur

    Für Russland besteht eine 70 prozentige Wahrscheinlichkeit, in den nächsten zwölf Monaten in die Rezession abzurutschen, prognostizierten Ökonomen in einer Bloomberg-Umfrage. Dem Land machen die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen zu schaffen, während der Kursrutsch beim russischen Rubel die Inflation anheizt und der sinkende Ölpreis die Exporterlöse schmälert.

    Aber Apple hat nicht nur Russland, das unter den bedeutenden Märkten Platz 20 belegt, überrundet. Das Unternehmen, das mit einem Rekordweihnachtsgeschäft in dem Quartal rechnet und Barreserven von 155 Milliarden Dollar hat, ist auch größer als Singapur oder Italien, welche die Plätze 17 und 18 belegen.

    http://www.welt.de/wirtschaft/articl...-zusammen.html

  7. Nach oben    #847
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    Apple ist das wertvollste Unternehmen aller Zeiten Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_11_2

    Heute, 08:32

    Apple ist das wertvollste Unternehmen aller Zeiten

    © Flickr.com/aditza121/cc-by
    STIMME RUSSLANDS Apple ist das erste Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als 700 Milliarden Dollar. Mit dem jüngsten Kurssprung hängt der Konzern seine ärgsten Rivalen Microsoft und Exxon deutlich ab.

    Kursgewinne haben den Marktwert von Apple über die Schwelle von 700 Milliarden Dollar (564 Milliarden Euro) getrieben. Der Technikpionier ist das erste Unternehmen, das diese Marke übersprang.
    Der Wert pro Aktie kletterte zwischenzeitlich um knapp ein Prozent auf 119,75 Dollar, woraus sich ein Marktwert von 701,7 Milliarden Dollar ergab. Der Erfinder des iPhone und iPad baute seinen Vorsprung damit weiter vor Exxon Mobilund Microsoft aus, die mit einem Börsenwert von 405 beziehungsweise 394 Milliarden Dollar auf den Plätzen zwei und drei lagen.
    Apple hat damit das 1,7-Fache der Kapitalisierung von Exxon. Der Aktienkurs des Energiemultis brach wegen des Ölpreisverfalls in den vergangenen fünf Monaten um 43 Milliarden Dollar auf derzeit rund 405 Milliarden Dollar ein. Die Welt
    Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_11_2...r-Zeiten-1698/

    http://german.ruvr.ru/news/2014_11_2...r-Zeiten-1698/

  8. Nach oben    #848
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    Russlands Wirtschaft schrumpft auf das Niveau Spaniens

    NIEDERGANG DER ACHTGRÖSSTEN VOLKSWIRTSCHAFT
    Russlands Wirtschaft schrumpft auf das Niveau Spaniens
    heute 16:48 • Finanzen100
    Russlands Wirtschaft steckt in einer dicken Krise Russlands Wirtschaft steckt in einer dicken Krise (©dpa)
    Die russische Wirtschaft ist auf das Niveau von Spanien und Südkorea geschrumpft. Damit hätte - wenn die Berechnungen des britischen Telegraph stimmen - Russland binnen neun Monaten fast die Hälfte seines Bruttoinlandproduktes eingebüßt.

    Das russische Bruttoinlandsprodukt ist seit Beginn der Krim-Krise von 2,1 auf 1,3 Billionen Euro eingebrochen. Das meldet die britische Zeitschrift Telegraph. Damit ist die ehemals achtgrößte Volkswirtschaft der Welt jetzt auf dem Niveau von Spanien und Südkorea. Länder wie Italien, Indien, Kanada und Australien wären dann an den Russen vorbeigezogen. Die Berechnungen des Telegraph sind aber mit Vorsicht zu genießen - so schnell wie sich derzeit täglich Ölpreise und der Kurs des Rubel ändern, müsste das Bruttoinlandsprodukt täglich neu berechnet werden.
    US Dollar / Russischer Rubel (USD/RUB) US Dollar / Russischer Rubel (USD/RUB)
    Fakt ist aber, dass die russische Wirtschaft seit der Krim-Krise im März stark an Kraft eingebüßt hat. Der Kurs des Rubel ist seitdem um rund 60 Prozent eingebrochen, alleine heute so stark wie seit 1998 nicht mehr an einem einzigen Tag. Mehr als 100 Milliarden Dollar haben ausländische Investoren in diesem Jahr aus dem Land abgezogen.
    csa
    http://www.finanzen100.de/finanznach...6819664_76033/

  9. Nach oben    #849

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    nein russische Oligarchen sind massenhaft - über Strohmänner als "ausländische Investoren" verkleidet - aus Russland geflüchtet. Sie sind in USD HKD SGD "investiert".

  10. Nach oben    #850
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    Die Hoffnung auf ein Comeback des russischen Bären...

    Reinhard Krémer
    20. Februar 2015, 10:57
    Noch ist die Waffenruhe brüchig, und die Sanktionen des Westens sowie der stark gesunkene Ölpreis machen der russischen Wirtschaft zu schaffen. Doch wenn die Malaise vorbei ist, locken günstige Aktien

    Wien - Zurzeit würden wohl nur wenige einen Pfifferling auf ein Investment in Russland geben: Die Wirtschaft liegt so wie der Rubel nach den Sanktionen am Boden; der abgestürzte Ölpreis hat das Land in zusätzliche wirtschaftliche Troubles versetzt. Wenig verwunderlich also, dass zuletzt die US-Ratingagentur Fitch die Bonität Russlands herabgestuft hat: Die Note lautet jetzt BBB- statt BBB. Der Ausblick ist ebenfalls negativ, befindet sich das Land doch in der schlimmsten Währungskrise seit 1998. Damit steht das Land bei Fitch nun auf einer Stufe mit Indien und der Türkei.

    Die Ratingagentur rechnet mit einem Eindampfen der russischen Wirtschaft um satte vier Prozent im heurigen Jahr. Ein geringe- rer Konsum und schwindende Investitionen werden nur teilweise durch verstärkte Exporte aufgefangen, halten die Fitch-Experten in ihren Analysen fest. Standard & Poor's (S&P) senkte die Bonität des Landes bereits im Jänner von BBB- auf BB+.

    Die russische Börse ist diesem Sentiment entsprechend rasant abgestürzt. Inzwischen liegt das Niveau des russischen RTS-Index, der die 50 wichtigsten Aktien des Landes abbildet, aber wieder bei rund 900 Indexpunkten und damit auf dem Niveau von 2009. Zum Vergleich: In der Spitze hatte der RTS im Jahr 2008 an der 2500er-Marke gekratzt. Allein in den vergangenen zwölf Monaten brach der Index dann um fast 60 Prozent ein, bis er sich im Vorfeld der Waffenruhe in der Ukraine wieder erholte.

    Mit dem RTS gingen auch Flaggschiffe wie der Ölriese Lukoil, der russische Energieriese Gasprom oder der "Billa" von Russland, der Konsumgüterkonzern Magnit - noch vor zwei Jahren mit einem Plus von mehr als 60 Prozent Börsenstar des Jahres - unter. Sie alle verloren im vergangenen Jahr bis zur Hälfte ihres Börsenwertes. Die Gefahr, dass die Situation entgleise, sei relativ hoch, sagt Finanzexperte Max Otte.
    Frühe Chancen nützen

    Trotzdem macht sich in Russland aktuell wieder etwas Entspannung breit - zumindest auf dem Börsenparkett. Am Tag vor der Bekanntgabe des Fitch-Urteils stieg der RTS um fast zwölf Prozent - und das, obwohl so gut wie alle Marktbeobachter mit diesem Downgrading gerechnet hatten. Und in der Woche vor Bekanntgabe des Waffenstillstands legte der Index um zehn Prozent zu.

    Für Aufsehen sorgte kürzlich die Meldung, dass Goldman Sachs Aktien der ebenfalls stark im Kurs gesunkenen und hierzulande bestens bekannten russischen Sberbank gekauft hatte. Die Aktie sackte im vergangenen Jahr um rund 46 Prozent ab und notierte damit so niedrig wie schon seit dem Jahr 2009 nicht mehr. Inzwischen konnte auch sie wieder zulegen.

    Zur Erinnerung: Goldman Sachs gehört zu zehn Prozent dem Börsenguru Warren Buffett, der sich seinen Anteil am Unternehmen auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als wohl niemand einen Cent für das Unternehmen ausgegeben hätte, für ein Butterbrot sicherte. Auch wer heute, sich des Risikos bewusst, auf russische Qualitätsaktien setzt, könnte am Ende damit ordentlich verdienen. So wie Buffett, der sich mit einem Kursgewinn von rund 250 Prozent und einer in der Krise fixierten Höchstdividende über ein renditereiches Investment freuen kann.

    Wer es jetzt so macht wie der Altmeister, nämlich in der Krise Qualität zu kaufen, kann sich mit etwas Glück die Weißen Nächte in St. Petersburg vor Ort ansehen - und noch mit reichlich Taschengeld klimpern.
    Suche nach Werten

    Zu den interessanten Titeln gehören wohl neben allen obengenannten sicher auch der Erdölgigant Rosneft, Gasproduzent Novatek und das internationale Softwareentwicklungs- und IT-Outsourcing-Unternehmen Luxoft Holding. Für alle Investments, aber in diesem Fall ganz besonders, gilt: mit Herz, aber die Gier nicht das Hirn übermannen lassen - nicht alles auf eine Karte setzen, nur einen Teil des Portfolios hier anlegen - und Sitzfleisch zeigen.

    Es kann nämlich durchaus noch ein Weilchen dauern, bis der russische Kapitalmarkt wieder ordentlich anzieht - auch wenn der RTS in der vergangenen Woche schon um rund zehn Prozent zugelegt hat. Dauerhaft wird die Sicherheit erst wieder an die russische Börse zurückkehren, wenn Frieden im Russland-Ukraine-Konflikt eingekehrt ist. (Reinhard Krémer, DER STANDARD, 20.2.2015)

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    Die russische Börse wurde zuletzt arg gebeutelt. Risikoaverse Investoren positionieren sich bereits jetzt wieder und hoffen auf Gewinne, wenn der Frieden im Ukraine-Konflikt nachhaltig einkehrt.
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    Die russische Börse wurde zuletzt arg gebeutelt. Risikoaverse Investoren positionieren sich bereits jetzt wieder und hoffen auf Gewinne, wenn der Frieden im Ukraine-Konflikt nachhaltig einkehrt.

    Aktuelle Finanz- und Börsenachrichten auf derStandard.at/Finanzen & Börse

    http://derstandard.at/2000011938999/...sischen-Baeren

  11. Nach oben    #851
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    Russlands Kreditwürdigkeit im Keller...

    Die US-Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Russlands auf Ramschniveau herabgestuft. Die Bonitätsnote wurde von „Baa3“ auf „Ba1“ gesenkt, wie die Agentur gestern mitteilte. Damit befindet sich die Bonität des Landes im so genannten Junk-Bereich, der Anleihen als spekulativ kennzeichnet. Auch den Ausblick sieht Moody’s weiter negativ.

    Zur Begründung nannte Moody’s den anhaltenden Ukraine-Konflikt, den Verfall des Ölpreises sowie die gegen Moskau verhängten Wirtschaftssanktionen des Westens.

    Mitte Jänner hatte die Moody’s die Kreditwürdigkeit Russlands mit Verweis auf die zu erwartende schwere Rezession von Note „Baa2“ auf „Baa3“ herabgestuft.

    http://orf.at/#/stories/2266060/


    Ergo: Diese US-Verbrecher fügen Russland viel Schaden zu...

  12. Nach oben    #852
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    Moody’s stuft Russland auf Ramschniveau...

    Die Ratingagentur senkt die Bonitätsnote auf Ba1 und begründet die Maßnahme mit den Sanktionen des Westens und dem sinkenden Ölpreis. Die russische Regierung hält den Schritt für politisch motiviert.

    Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Russlands auf Ramschniveau herabgestuft. Die Bewertung liege nun bei Ba1 nach Baa3, teilte die Agentur am Freitagabend mit.

    Als Gründe nannte Moody’s die Krise in der Ukraine, den Preisverfall beim Erdöl und den Wechselkurs des Rubel. Den Ausblick beließ die Agentur bei negativ. Auch die anderen großen Ratingagenturen S&P und Fitch hatten Russlands Bonität zuletzt herabgestuft.

    Russlands Finanzminister Anton Siluanow erklärte, die Entscheidung von Moody’s basiere auf „Faktoren politischen Charakters“. Die Herabstufung werde keine ernsthaften zusätzlichen Auswirkungen auf den russischen Kapitalmarkt haben.

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    Russlands Notenbank senkt Leitzinsen
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    Russlands Finanzminister Anton Siluanow erklärte, die Entscheidung von Moody’s basiere auf „Faktoren politischen Charakters“. Die Herabstufung werde keine ernsthaften zusätzlichen Auswirkungen auf den russischen Kapitalmarkt haben.

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...-13441304.html


    Und ein weiterer US-Kriegstreiber meldet sich zu Wort:
    Börsenzocker besteht auf harte Haltung des Westens


    https://buergerstimme.com/Design2/20...staerker-wird/


    Deutschland im Krieg gegen Russland?

    Deutschland, nahe einem Krieg gegen Russland, benötigt dringend Hilfe, bevor es sich für verlogene US-Kapitalinteressen erneut opfert. Auslanddeutsche laufen langsam warm, beraten einander, schaffen weltweite Verbindungen, gemäß vorliegenden Informationen. Ob sie rechtzeitig aktiv werden, liegt daran, ob in Deutschland lebende Bürger vehement Nein zum Krieg gegen Russland sagen.

    https://buergerstimme.com/Design2/20...s-deutschland/



    USA wollen Krieg

    Ist ja auch albern. Solange der Westen Russland vorwirft, die Krim annektiert zu haben und die Volksrepubliken Donezk und Lugansk mit militärischen Mitteln und Soldaten zu unterstützen, ohne Beweise für ihre Anschuldigungen vorzulegen, wird Putin auch nicht nachgeben. Putin braucht die Sanktionen und eventuelle Verschärfungen, Embargos gar nicht zu fürchten. Nein, diese ganze Veranstaltung, so kurz vor der Sicherheitsonferenz und vor dem Rapport beim amerikanischen Präsidenten Obama ist nur eine Show für die leichtgläubigen Massen, die sich täglich die Mainstream-Medien reinziehen, damit diese weiterhin auf der Seite der kriegstreibenden Regierung verharren.

    Somit haben die zwei europäischen Abgesandten der US-Administration schön weiterhin eine weiße Weste, wenn der Rückhalt in der Bevölkerung Europas weiter bröckelt. Denn sie haben ja alles getan, um zu einer friedlichen Einigung zwischen der Ukraine und den Volksrepubliken zu gelangen, sogar bei Putin hätten sie alles versucht. Tja, leider, leider wird sich nunmehr der amerikanische Präsident wohl der Sache annehmen müssen. Der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Präsident wird sich dazu entschließen, der Junta in Kiew Waffen, Ausrüstung und möglicherweise auch Soldaten an die Seite Poroschenkos zu stellen, um die bösen nach Freiheit strebenden Menschen im Osten der Ukraine zurück in die neue (amerikansiche) demokratische Ukraine zu holen und natürlich, um Putin letztendlich doch noch in einen Krieg zu ziehen.

    Zuvor hat der Westen allerdings noch weitere Probleme. Wie auch im Internet zu erfahren ist, wollen die faschistischen Truppen möglicherweise Poroschenko stürzen, da dieser sich seiner Schergen, eben jener Bataillone, zu entledigen sucht. Auch weigern sich immer mehr Männer, dem Einberufungsbefehl der ukrainischen Armee Folge zu leisten. Die Menschen in der Ukraine wollen auch keinen Krieg mit ihren Brüdern und Schwestern in Donezk und Lugansk.

    Bis der Friedensnobelpreisträger Obama also seinen Krieg gegen Russland in Europa vom Zaun brechen kann, wird also noch etwas Zeit vergehen.

    Hoffen wir aber trotzdem, daß es nicht so weit kommt.

    https://buergerstimme.com/Design2/20...-wollen-krieg/



    Verkaufte Demokratie

    »Demokratie wird den Menschen als Segen erklärt, aber immer häufiger als Waffe eingesetzt.« Durch sogenannte demokratische Strukturen gelangen intelligente Psychopathen in die politischen und wirtschaftlichen Führungspositionen. Je höher sie aufsteigen, desto gefährlicher werden sie. Solche sozialen Raubtiere sind unersättlich und käuflich. Für sie sind Milliarden »Peanuts«, unschuldige getötete Menschen in ungerechten Kriegen »Kollateralschäden« und Millionen von Hungertoten »Opfer des Klimawandels«. Sie spielen Gott, und sind doch nur schreckliche Bestien. Unter ihrer Herrschaft werden wir beraubt, betrogen, belogen und missbraucht. Dabei arbeiten die meisten Menschen immer mehr, ohne jedoch mehr davon zu haben: Die Welt verliert ihren Mittelstand! Reiche werden immer reicher, Arme immer zahlreicher. Je hilfsbedürftiger die Massen werden, desto leichter ist es, sie gegeneinander aufzuhetzen. Religiöse Empfindungen werden missbraucht. Revolutionen und Kriege werden inszeniert. Krankheiten und Epidemien werden erfunden. Die Pressefreiheit wird faktisch abgeschafft. Nichts ist wie es scheint und nichts scheint, wie es ist! Der erfahrene Unternehmer Milorad Krstić erklärt in diesem Buch die scheinbar komplizierten Sachverhalte auf verständliche Art. Er zeigt gleichzeitig auf, was aus seiner Sicht verändert werden müsste, damit sich die demokratiegläubige Menschheit am Ende nicht selbst in die Sklaverei hineinwählt. Möglicherweise liegt die Genialität seiner Empfehlungen, wie so oft, auch hier in der Einfachheit.

    https://www.sinnvollshop.com/DE/verk...a-30c3bb01c677



    Caritas warnt vor zunehmender Armut in Italien

    Die seit sieben Jahren andauernde Krise in Italien drängt immer mehr Familien in die Not. 2013 lebten 6,2 Millionen Menschen in Armut, das sind 9,9 Prozent der Bevölkerung und 7,9 Prozent aller Familien in Italien.

    Seit dem Jahr 2007 hat sich der Prozentsatz der Armen verdoppelt, wie aus einem neu veröffentlichten Caritas-Bericht hervorgeht. Besonders schwierig ist die Lage in Süditalien. 14,6 Prozent der Menschen im „Mezzogiorno“ sind nicht in der Lage, für ihre Grundbedürfnisse aufzukommen. Das sind drei Millionen Personen, praktisch die Hälfte aller Armen in Italien.
    Zahl der Hilfebedürftigen steigt

    Auch die Zahl der Menschen, die sich um finanzielle Hilfe an die Caritas wenden, sei demnach stark angewachsen, geht aus dem Bericht hervor. Es handle sich um Obdachlose und illegale Migranten, aber auch um arbeitslose Familienväter und Jugendliche. Sogar Familien im wirtschaftlich solideren Norditalien seien schwer von der Krise betroffen.

    Zwischen Jänner und Juni 2014 haben sich italienweit 45.819 Menschen an die 531 Caritas-Einrichtungen in 85 Diözesen gewandt. 46,5 Prozent der Hilfesuchenden sind Italiener, im Vergleichszeitraum 2013 waren es noch 31,1 Prozent. 72,5 Prozent stammten aus dem Süden, 62,7 Prozent waren arbeitslos. 15,9 Prozent der Menschen, die bei der Caritas anklopften, haben familiäre, 20 Prozent Wohnungsprobleme. Caritas-Einrichtungen helfen mit der Zahlung von Stromrechnungen, verteilen Lebensmittel und unterstützen bei Ausgaben für Medikamente.

    Besonders schwierig ist in Italien die Lage für die Jugend. 2,5 Millionen Italiener im Alter zwischen 15 und 29 Jahr gehören der Gruppe der sogenannten NEET an, die weder studieren, oder lernen, noch arbeiten. Sie machen 26 Prozent aller Jugendlichen in Italien aus. Höher ist dieser Prozentsatz europaweit nur noch in Griechenland (28,9 Prozent).

    religion.ORF.at/APA

    http://religion.orf.at/stories/2695805/

  13. Nach oben    #853
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    Kalter Krieg Finanz-Krieg: USA wollen Pleite-Welle von russischen Unternehmen auslösen

    Die US-Regierung besteht auf einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. Auch die EU muss mitziehen. Washington will nun Sanktionen, die eine „verheerende“ Wirkung haben, Russland solle „leiden“. Geplant sind Finanz-Maßnahmen, die eine Pleitewelle in Russland auslösen könnten.

    Finanz-Krieg: USA wollen Pleite-Welle von russischen Unternehmen auslösen
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 23.02.15 12:55 Uhr | 32 Kommentare

    Die US-Regierung besteht auf einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. Auch die EU muss mitziehen. Washington will nun Sanktionen, die eine „verheerende“ Wirkung haben, Russland solle „leiden“. Geplant sind Finanz-Maßnahmen, die eine Pleitewelle in Russland auslösen könnten.

    Themen: Banken, Biden, Deutschland, Energie, EU, Europa, Finanz-Krieg, Hammond, Kalter Krieg, Kerry, Kredite, Obama, Russland, Rüstungsindustrie, Ukraine, USA


    Der britische Außenminister Philip Hammond hat am Wochenende von US-Außenminister John Kerry erfahren, welche Maßnahmen die USA als nächste gegen Russland planen. Washington erwartet, dass die EU mitzieht, um die russische Wirtschaft in die Knie zu zwingen. (Foto: dpa)

    Der britische Außenminister Philip Hammond hat am Wochenende von US-Außenminister John Kerry erfahren, welche Maßnahmen die USA als nächste gegen Russland planen. Washington erwartet, dass die EU mitzieht, um die russische Wirtschaft in die Knie zu zwingen. (Foto: dpa)

    Die USA werden die Sanktionen gegen Russland drastisch verschärfen: US-Außenminister John Kerry sagte am Wochenende in London, Russland sei „schuldig, die Waffenruhe von Minsk schwerwiegend verletzt“ zu haben. Kerry sagte, Russland hätte die Stadt die Stadt Debalzewo angegriffen, paramilitärische Krieger in der Region unterstützt, und neue Truppen in der Nähe von Mariupol zusammengezogen. Kerry sagte: „Das ist ein Verstoß gegen den Waffenstillstand. Wir meinen es ernst: Es wird weitere Maßnahmen geben, und das werden Maßnahmen sein, die der ohnehin schon unter Druck geratenen russischen Wirtschaft zusätzliche Schmerzen bereiten.“

    Kerry: „Es gibt eine ernsthafte Diskussion zwischen uns und unseren europäischen Verbündeten, welche Sanktionen wir als nächstes auf den Weg bringen wollen und wann diese in Kraft treten sollen. Ich bin zuversichtlich, dass es zusätzliche Maßnahmen als Antwort auf die verschiedenen Verletzungen des Waffenstillstands geben wird.“

    Der britische Außenminister Philipp Hammond schloss sich den Ausführungen von Kerry vollinhaltlich an. Vor einigen Monaten hatte der stellvertretende US-Präsident Joe Biden erläutert, wie die USA die EU in der gegen Russland gerichteten Strategie auf Linie gebracht haben. Die Zusammenarbeit scheint nach dem ersten Konflikt nun etwas reibungsloser zu funktionieren.

    Auch auf EU-Ebene können sich die Politiker offenbar dem Druck der Amerikaner nicht mehr sehr lange widersetzen. So berichtete der EUObserver von mehreren, ungenannt bleibenden EU Beamten, dass weitere Sanktionen unausweichlich seien. Der EU-Observer zitiert auch einen hochrangigen US-Beamten, der die Strategie der Amerikaner erklärt. Ob es sich dabei um Daniel Fried handelt, der die Sanktionen zwischen den USA und der EU koordiniert, ist unbekannt.

    Die Amerikaner hoffen demnach, dass der nächste Schritt „verheerende“ Folgen auf die russische Wirtschaft haben könnte. Demnach könnte es eine Pleitewelle unter russischen Unternehmen geben, weil viele Unternehmen die Insolvenz riskieren wenn sie ihre in Dollar den nominierten Schulden im kommenden Jahr nicht umschulden können.

    Um dieses Ziel zu erreichen, will die US-Regierung zu einem technischen Trick greifen und die Laufzeit der laufenden Anleihen und Kredite verkürzen, die die russische Banken, Energie-Firmen und Rüstungs-Unternehmen bei europäischen und amerikanischen Banken haben. Der US-Offizielle sagte dem EUObserver: „Wenn wir wollen, können wir dafür sorgen, dass sie wirklich leiden. Die Unfähigkeit, neues Kapital aufzunehmen, schmerzt sie am meisten – es gibt keine Alternative zu den amerikanischen und europäischen Finanzmärkten.“

    Ein weiterer US Kontakt sagte der in Brüssel stets von Offiziellen gut informierten Website, dass auch der Ausschluss Russlands aus dem SWIFT-Zahlungsverkehr immer verstärkt diskutiert würde. Die Amerikaner hatten diesen Schritt, der von den Russen besonders gefürchtet wird, bereits vor einigen Monaten durch direkten Druck auf SWIFT versucht, waren aber daran gescheitert, dass sich die unabhängige Organisation weigerte, der Intervention aus Washington Folge zu leisten. Damit könnte der Cashflow zu russischen Unternehmen unterbunden werden. Russland versucht gerade, ein alternatives System zu installieren, um die Folgen auf den innerrussischen Zahlungsverkehr zu begrenzen.

    Die amerikanischen Ratingagenturen haben die verschärften Sanktionen bereits berücksichtigt und Russlands Staatsanleihen als Ramsch eingestuft. Dies bedeutet dass einige große amerikanische Pensionsfonds rechtlich verpflichtet sind, aus ihren russischen Staatsanleihen auszusteigen.

    Der EUObserver berichtet außerdem, dass die Amerikaner schon bald Waffen in die Ukraine liefern wollen. Dies ist der nächste Schritt, der in einem kürzlich beschlossenen US Gesetz festgelegt wurde.

    Die von den Amerikanern behaupteten Verletzungen der Waffenruhe reihen sich in die bisherige Beweisführung ein: Es ist völlig ungeklärt, wer wirklich am Maidan geschossen hat. Der Abschuss des Passagierfluges MH17 ist nicht einmal ansatzweise aufgeklärt. Die Ermordung von Zivilisten in Odessa ist ungeklärt. Von wem der Beschuss von Mariupol gekommen ist, ist ungeklärt. Wer hinter dem Raketenangriff auf einen Autobus steckt, ist unbekannt.

    Jedes dieser Ereignisse war von den Amerikanern in den vergangenen Monaten zum Anlass genommen worden, um schärfere Sanktionen gegen Russland zu verhängen.

    Nicht bekannt ist, ob es von westlicher Seite eine Reaktion auf die Ankündigungen des Rechten Sektors geben wird: Die rechtsextremen, paramilitärischen Milizen haben mitgeteilt, sich nicht an die Minsker Vereinbarungen zu halten. Sie haben außerdem einen eigenen Generalstab gegründet und wollen ihre Militär-Aktionen gegen die Rebellen nicht mehr mit der offiziellen ukrainischen Armee abstimmen.

    Zum Verhalten der Rechtsextremen in der Ukraine ist bisher keine von der EU oder den Amerikanern abgegebene Stellungnahme bekannt.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrich...men-ausloesen/

  14. Nach oben    #854

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    Putin: France, Germany genuinely want to find compromise over E. Ukraine
    Published time: February 23, 2015 19:25 Get short URL

    Russian President Vladimir Putin (RIA Novosti/Aleksey Nikolskyi)
    Trends
    Ukraine turmoil
    Tags
    France, Germany, Interview, Politics, Putin, Russia, Security, Ukraine, Violence
    The leaders of France and Germany genuinely want to find a compromise that would help end the conflict in eastern Ukraine, Russian President Vladimir Putin said in his latest interview.

    Speaking to Rossiya 1 TV channel on the conflict and the breakthrough of the Minsk agreement declared by Kiev, Moscow, Paris, and Berlin, Putin said that “it seemed to me [the leaders of France and Germany], have a genuine desire to find such compromise solutions that would lead to the final settlement [of the conflict]...”

    He cited the Minsk protocol which includes the decentralization of power in Ukraine and a “reference explaining what it implies.” The authors of the reference are "our German and French partners,” he said, adding that this speaks of their sincerity in finding a compromise.

    “I had the impression that our partners have more trust in us than distrust, and in any case believe in our sincerity,” Putin said on Monday.

    ...Luis alles wird gut...

  15. Nach oben    #855

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    ExxonMobil boosts Russian oil assets by 450% in 2015, despite sanctions
    Published time: March 04, 2015 15:52 Get short URL

    Reuters/Sebastien Pirlet
    Tags
    Investment, Oil, Russia, Sanctions, USA
    Exxon Mobil Corp. has continued to buy rights to develop Russian oil deposits despite sanctions, increasing the area from 11.4 million acres to 63.7 million acres in 2014. It’s an area larger than the UK.

    In the US the oil major owns the rights to develop 14.6 million acres, and until last year was the company’s biggest single asset.

    Although Exxon had to suspend development of the Arctic shelf in October due to the sanctions, the company continued to stake rights to areas of Russia that can bring in tens of billions of barrels in the coming decades.

    Last year the company added projects in the Laptev and the Chukchi Seas to ones in the Kara and Black Seas which it owns jointly with Russian oil company Rosneft. Exxon’s exploration rights expire in 2017-2023, as Bloomberg quotes the data from regulatory filings.

    Exxon has increased its Russian reserves at a time when Western countries are trying to isolate Russia, which likely means Exxon expects sanctions to be short-lived, said Timothy Ash, chief economist for emerging markets at Standard Bank Plc in London.

    The company made a bid for Russian deposits after a number of unsuccessful oil projects in other countries and a cut in expenses.

    Exxon is “definitely looking at the longer-term opportunity,” Brian Youngberg, an analyst at Edward Jones in St. Louis, said in an e-mail to Bloomberg. “Even before oil fell, it was going to be a longer-term play with no contribution until at least 2020.”

    Read more
    ExxonMobil admits $1bn lost from anti-Russia sanctions

    The company’s fourth-quarter output fell to a 15-year low, and its shares lost 8.7 percent of their value in 2014, which was the sharpest annual decline since 2009.

    Geologists aren’t yet able to estimate the oil volumes Exxon can extract from the region. In 2012 the Russian authorities said the potential is so high that their development will require new airports able to receive thousands of drillers, as well as many offshore platforms.

    The development of fields in the Kara and Black Seas alone will cost up to $350 billion, said the current head of Rosneft Igor Sechin back in April 2012 when he was deputy prime minister.

  16. Nach oben    #856
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    Investorenlegende Jim Rogers: "Russland einer der attraktivsten Aktienmärkte der Welt"

    Russland - Wirtschaft
    Investorenlegende Jim Rogers: "Russland einer der attraktivsten Aktienmärkte der Welt"

    Autor: Redaktion w:o
    08.04.2015, 11:56 | 503 Aufrufe | 0 | druckversion

    Die Wirtschaft von Sanktionen gebeutelt, der Ölpreis viel zu tief: Russland geht am Krückstock. Die Investmentlegende Jim Rogers rät dennoch dazu, gerade jetzt in Russland zu investieren. Ist der Mann verrückt geworden oder hat er einfach einen guten Riecher?

    Die Aussichten für Russland sind düster: Bereits in der vergangenen Woche berichtete wallstreet:online über den Einbruch der Wirtschaft und die steigende Armut im Land. Auslöser für die schlechten Nachrichten war eine Weltbank-Prognose. Dieses Jahr werde die Wirtschaftsleistung um ganze 3,8 Prozent zurückgehen, heißt es darin. Auch eine langwierige Rezession sei nicht auszuschließen.

    Der Bericht der Weltbank war gewiss nicht die erste Hiobsbotschaft. Seit Monaten drücken die Folgen der Sanktionen des Westens, kombiniert mit einem Verfall des Ölpreises die Stimmung im Kreml. Schon Anfang März sahen Experten Russland auf dem Weg zur Staatspleite. Umso mehr überrascht das, was die Investmentlegende Jim Rogers zu Russland sagt.

    „Ich bin sehr optimistisch, was die Zukunft Russlands anbelangt. Russland ist für mich derzeit einer der attraktivsten Aktienmärkte der Welt“, sagte Rodgers laut „Valuewalk“ auf einer Konferenz in Moskau. Moment, das von einer wirtschaftlichen Krise gebeutelte Russland soll der richtige Ort für Aktien-Investments sein? Das klingt zunächst äußerst merkwürdig. Zumal der russische RTS-Index im vergangenen Jahr um 45 Prozent gesunken ist.

    Doch Rogers lässt sich von diesen Negativnachrichten nicht beeinflussen. Er glaubt fest daran, dass ein Umschwung bevorsteht. Zumal der RTS seit Beginn dieses Jahres um 20 Prozent gestiegen ist, wie das „manager-magazin“ berichtet. Russland sei der „richtige Ort“ und aktuelle sei „die richtige Zeit“ für Investments. Ein Grund sei, dass sich im Kreml etwas getan habe. Ein anderer, dass es – beispielsweise beim Ölpreis – viel schlimmer nicht mehr kommen könne.

    Gruss Köpenicker!

  17. Nach oben    #857
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    Ein Glück Köpi, wir haben's 3 Monate vorher bemerkt

    ...doch es ist tröstlich, gewisse Spezialisten sind fixer geworden als auch schon

  18. Nach oben    #858
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    Auch die ersten Medien in Deutschland erwachen langsam aus dem Dornröschenschlaf und reden zumindest über russ. Aktien, wie z.B. Wirtschaftswoche und Börse Online. Zwar immer "hoch spekulativ", aber immerhin. Die werden die Russkies eh erst "strong buy" setzen, wenn der Markt gelaufen ist und wir die Gewinne schon eingesackt haben. Gestern ging's ja durch die Bank ordentlich hoch.

    Gruß
    Kusoke

  19. Nach oben    #859
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    Rubel feiert Comeback – Pfund auf Fünfjahrestief

    Rubel feiert Comeback – Pfund auf Fünfjahrestief heute, 13:38 OnVista

    So steil wie der Absturz war, so schnell geht es für den Rubel wieder aufwärts. Die neue Stärke überrascht. Zumal sich andere Währungen wie das Pfund deutlich schlechter schlagen.
    Rubel feiert Comeback – Pfund auf Fünfjahrestief

    Der Rubel hat ein bemerkenswertes Comeback hingelegt. Noch vor wenigen Monaten schien es so, als wäre der Wertverlust der russischen Währung nicht zu stoppen. Auf seinem Tiefpunkt Ende Januar kostete ein US-Dollar rund 70 Rubel. Gegenüber dem Euro war die russische Währung Mitte Dezember auf ein historisches Tief gefallen, als für einen Euro mehr als 85 Rubel bezahlt werden musste. Seitdem ging es für den Rubel stetig aufwärts.

    Seit Anfang Februar hat der Rubel gegenüber dem US-Dollar rund 25 Prozent an Wert gewonnen. Auch am Montag setzte der Rubel seinen Erholungskurs fort und legte gegenüber der US-Währung um einen weiteren Dollar zu. Statt 70 Rubel wie noch Ende Januar, kostete ein US-Dollar am Montag damit weniger als 53 Dollar. Noch deutlicher sind die Kursgewinne gegenüber dem Euro. Seit dem Tiefstand von Mitte Dezember hat der Rubel um rund 35 Prozent an Wert zugelegt. Für einen Euro mussten am Montag rund 55 Rubel bezahlt werden.

    Unerwarteter Aufstieg

    Nach dem rasanten Absturz im Dezember hat die russische Währung damit einen unerwarteten Wiederaufstieg hingelegt, der Analysten und Markteilnehmer gleichermaßen überrascht. Die jetzige Erholung erklären Experten zum einen damit, dass sich die Lage im Osten der Ukraine zumindest nicht weiter verschlechtert hat. Zudem muss Russland zurzeit keine Verschärfung der vom Westen auferlegten Wirtschaftssanktionen befürchten, die die Wirtschaft des Landes stark belasten und die Inflation nach oben treiben.

    Entlastung erfährt Russland auch durch die Stabilisierung am Ölmarkt: Nach einem Einbruch von mehr als 50 Prozent seit vergangenem Sommer haben sich die Rohölpreise seit Jahresbeginn stabilisiert und zuletzt wieder leicht zugelegt. Rohöl und Gas sind die mit Abstand wichtigsten Ausfuhrgüter Russlands.

    Britische Währung unter Druck

    Die Kursgewinne des Rubels sind umso bemerkenswerter, da die russische Währung deutlich gegenüber dem US-Dollar gewinnen konnte. Die US-Währung hatte jüngst zu neuer Stärke gefunden, was nicht nur der Euro zu spüren bekommen hat. Auch das Pfund Sterling hat gegenüber dem Dollar zu einer Talfahrt angesetzt.

    Am Montag fiel das Pfund um bis zu 0,5 Prozent und war mit 1,4563 Dollar so billig wie zuletzt vor etwa fünf Jahren. Im Gegenzug legte der Euro 0,3 Prozent auf 0,7265 Pfund zu. Börsianern zufolge wirkten die enttäuschenden britischen Konjunkturdaten der vergangenen Woche nach.

    Das am Freitag veröffentlichte Wachstum der Industrieproduktion im Februar blieb mit 0,1 Prozent hinter der Prognose von 0,3 Prozent zurück. Das Plus der britischen Bauindustrie fiel mit 0,9 Prozent nur knapp halb so hoch aus wie erwartet. Diese Daten dämpften Spekulationen auf eine näher rückende Zinserhöhung in Großbritannien.

    OnVista/dpa-AFX
    Foto: yurchello108/shutterstock.com

  20. Nach oben    #860
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    Russland: Ist der Hype schon wieder vorbei?

    22.03.2017, 15:46 Uhr Quelle ARD Börse

    Die russische Wirtschaft ist über den Berg. In diesem Jahr wird ein Wachstum von über einem Prozent erwartet. Dagegen sind an der Börse die fetten Zuwächse des Vorjahres vorüber. Wie passt das zusammen?

    Tatsächlich hat der RTSI, der auf Dollar lautende Leitindex der Moskauer Börse, seit Jahresbeginn rund fünf Prozent eingebüßt - nachdem er im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent gestiegen ist. Der Micex, in dem die in Rubel notierten 50 wichtigsten Aktien des Landes enthalten sind, hat seit Anfang Januar gar zehn Prozent verloren. Auch die Kurse der russischen Staatsanleihen befinden sich auf Sinkflug.

    Eine auf den ersten Blick paradoxe Entwicklung, hat doch die russische Wirtschaft seit dem vierten Quartal 2016 ihre Rezession überwunden und wächst wieder. Die russische Regierung erwartet in diesem Jahr einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung (BIP) um bis zu zwei Prozent. Davon dürfte auch die deutsche Exportindustrie profitieren.

    Ausblick angehoben

    Der Ost-Ausschuss der hiesigen Wirtschaft erwartet angesichts der wirtschaftlichen Belebung in Russland erstmals seit Jahren wieder höhere deutsche Ausfuhren in das Land. "Insgesamt rechnen wir für 2017 mit einem Anstieg der deutschen Exporte nach Russland von mindestens fünf Prozent“, erklärte der Lobby-Verband kürzlich.

    Und noch eine gute Nachricht gibt es für die russische Wirtschaft. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat vergangenen Freitag den Ausblick für Russland von stabil auf positiv angehoben, nachdem Moody’s schon Mitte Februar die Bonitätsnote des Landes von negativ auf stabil aufgewertet hatte. Damit signalisieren die Agenturen eine mögliche Heraufstufung des Ratings von derzeit BB+ in den nur eine Stufe entfernten Investmentbereich.

    Aufwertung des Rubel

    Nach rund zweijähriger Rezession werde die Konjunktur in Russland wieder zulegen und das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren bis 2020 im Schnitt um etwa 1,7 Prozent wachsen, prognostizierte S&P. Dies sei möglich, wenn sich die Wirtschaft weiter anpasse und die Politik ihre seit langem in Aussicht gestellten Strukturreformen vornehme. Moody’s würdigte die Versprechungen der Moskauer Staatsführung, zu einer langfristigen und vorsichtigen Finanzplanung zurückzukehren.

    Als Belastung für die Aktienkurse erweist sich jedoch die Aufwertung des Rubel. Nachdem er Ende 2014 kollabiert war, zeigt er sich inzwischen deutlich stärker. Allein gegenüber in den vergangenen sechs Monaten hat die russische Währung gegenüber dem Euro um rund 13 Prozent zugelegt. Das sind keine guten Nachrichten für die Exportwirtschaft.

    Abhängig vom Ölpreis

    Der entscheidende Grund für die Trendwende am russischen Aktienmarkt ist jedoch ein ganz anderer: der Ölpreis. Während seine Erholung im vergangenen Jahr von 29 Dollar auf 56 Dollar im Januar dieses Jahres auch die russische Börse befeuerte, setzt die Stagnation der Ölpreise in den letzten Monaten der Aktienrally ein Ende. Schlimmer noch: die Ölpreise sind seit Januar sogar wieder etwas unter Druck geraten und pendeln um die Marke von 50 Dollar für ein Fass der Nordseesorte Brent.

    "Der russische Aktienmarkt läuft nahezu eins zu eins mit dem Ölpreis", erklärt Carsten Hesse, Stratege für Osteuropa bei der Berenberg Bank. Denn die Abhängigkeit des Landes vom Öl ist enorm. Im Regelfall stammt mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen aus dem Geschäft mit dem schwarzen Gold. Deshalb reagieren nicht nur Energiekonzerne auf die Notierung, sondern der gesamte Staat und seine Bürger.

    Ölpreise stagnieren

    Dass der Ölpreis demnächst wieder steigen wird,*glauben allerdings die Wenigsten. Neue Impulse beim Ölpreis durch die Umsetzung der vereinbarten Drosselung der Ölförderung wird es nach Meinung der Helaba kaum geben. Vielmehr scheine sich der Preis bei 50 Dollar pro Fass zu stabilisieren. Damit dürfte auch der Höhenflug des Aktienmarktes vorerst vorbei sein, zumal es die meisten Ökonomen für unwahrscheinlich halten, dass die Unternehmen ihre Gewinne weiter steigern.

    Hinzu kommt, dass Russlands Ölsorte Urals in der Regel mit einem Abschlag gegenüber der Referenzsorte Brent verkauft wird, weil deren Qualität hochwertiger ist. Damit müssen sich die Russen eher mit 45 Dollar pro Fass als mit 50 Dollar zufrieden geben.

    Wer dennoch in den russischen Aktienmarkt investieren möchte, sich aber mangels verfügbarer Informationen nicht an Einzelaktien herantraut, kann natürlich auf ETFs zurück greifen. Experten empfehlen Investitionen in drei der wichtigsten Indizes: in den von der Deutschen Bank aufgelegten DAXglobal Russia Kurs & Performanceindex (DE000A0C4CW4 und DE000A0C4CX2), in den Dow Jones Russia GDR (FR0010326140) und in Varianten des MSCI Russia (LU0455009265).

    Zudem lockt Russland als verlässlicher Emittent am Anleihemarkt. In Zeiten niedriger Zinsen lassen sich mit Obligationen des russischen Staates traumhafte Renditen von acht Prozent und mehr pro Jahr erzielen. Der Erwerb dieser Papiere ist ausländischen Anlegern trotz der andauernden Sanktionen nicht verboten.

    Dass es sich lohnen kann, in den russischen Markt zu investieren, zeigen derzeit auch die westlichen Unternehmer. Pfizer baut eine Medikamentenfabrik, Mars investiert in die Produktion von Kaugummi und Tierfutter, die französische Einrichtungskette Leroy Merlin will ihre Niederlassungen in fünf Jahren mehr als verdoppeln. Volkswagen baut sein Werk südlich von Moskau aus und Henkel hat die Shampoo-Produktion erweitert.

  21. Nach oben    #861
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    Der Handelsüberschuss in Russland im Januar-Juli stieg um 23,5% auf 72 Milliarden US-Dollar

    Also ich finde, daß es fundamental sehr gut aussieht.
    Rußland vermindert langsam immer weiter seine Importabhängigkeit bei Lebensmitteln.
    Große Geldbeträge fließen weiterhin aus Rußland ab, denn viele Oligarchen haben sich ins Ausland abgesetzt, oder haben dort ihre Konten.


    07/09/2017




    Die positive Handelsbilanz der Russischen Föderation im Januar-Juli stieg um 23,5% auf 72 Milliarden US-Dollar, was sich aus dem Bericht des FCS ergibt.

    Der russische Außenhandelsumsatz belief sich auf 316,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 26,7%. Das Exportvolumen stieg um 26,1% auf 194,1 Milliarden US-Dollar, die Importe um 27,7% auf 122 Milliarden US-Dollar

    Die Grundlage der russischen Exporte in Nicht-GUS-Staaten waren traditionell Treibstoff- und Energieprodukte, deren Anteil in der Rohstoffstruktur der Exporte in diesen Ländern 66,6% (62,4% im Januar-Juli 2016) betrug. Im Vergleich zum Januar-Juli 2016 stieg der Wert der Brennstoff- und Energieprodukte um 34,9%, das physische Volumen - um 3,7%. Unter den Rohstoffen des Brennstoff- und Energiekomplexes stieg der physische Exportvolumen der Kohle durch Kohle um 10,7%, Erdgas um 10,1%, Dieselkraftstoff um 3,7%, Rohöl um 2,1%. Gleichzeitig sank der physikalische Exportvolumen des Motorbenzins um 30%, Kerosin - um 5,7%.

    In der Rohstoffstruktur der Einfuhren aus Nicht-GUS-Ländern betrug der Anteil der Maschinen und Ausrüstungen im Januar-Juli dieses Jahres 50,5% (im Januar-Juli 2016 - 47,8%). Das Kostenvolumen der Importe dieses Produkts stieg um 34,7% gegenüber Januar-Juli 2016. Das Kostenvolumen des Bodenverkehrs, mit Ausnahme der Schiene, stieg um 40,1%, mechanische Ausrüstung - um 38,1%, elektrische Ausrüstung - um 25,3%, optische Instrumente und Geräte um 20,7%. Das physische Volumen der Einfuhren von Autos fiel um 9,6% der Lkw um 43,3% erhöht.

  22. Nach oben    #862
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    Russland besiegt die Inflation

    Die russische Zentralbank hat den Leitzins markant gesenkt. Möglich macht das die aussergewöhnlich schwache Teuerung: Noch nie seit Ende der Sowjetunion sind die Preise so wenig geklettert.
    Eine rekordtiefe Inflation hat der russischen Zentralbank Spielraum für eine deutliche Senkung des Leitzinses verschafft. Die Währungshüter reduzierten am Freitag den Schlüsselzins*um 50 Basispunkte auf 8,5%. Es ist bereits die fünfte Zinssenkung*im laufenden Jahr. Durch den Einbruch des Rubel-Wechselkurses war die Teuerung im Jahr 2015 in die Höhe geschnellt, und die Zentralbank musste den Leitzins für wöchentliche Refinanzierungsgeschäfte der Banken radikal anheben. Seit 2016 entspannt sich die Lage. Im August 2017 kletterten die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 3,3% – so wenig wie nie seit dem Ende der Sowjetunion. Der vorige Tiefstwert stammte aus dem Frühjahr 2012.

    Die Teuerung im August lag bereits tiefer als das Inflationsziel von 4%, das die Zentralbank eigentlich erst Ende Jahr erreichen wollte. Ursache war der schwache Preisanstieg bei Obst und Gemüse, der nach einer guten und späten Ernte deutlich kleiner ausfiel als erwartet. Für Lebensmittel müssen Russen einen grossen Teil ihrer Einkommen ausgeben, weshalb die Zentralbank die zyklischen und volatilen Preise berücksichtigt. Aber auch die Preise in anderen Warenkategorien wuchsen im August rekordverdächtig schwach.

    Der Rückgang der Inflation wird sich allerdings nicht ungebremst fortsetzen: Erstens klingen die zyklischen Faktoren ab, zweitens zieht auch die russische Wirtschaft wieder an. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist nach offiziellen Angaben*im zweiten Quartal um real 2,5%*zum Vorjahresquartal gewachsen. Im ersten Halbjahr betrug das Plus 1,5%. Die Zentralbank hat deshalb ihre Prognose für die BIP-Zunahme im Gesamtjahr auf bis zu 2,2% angehoben. Vor allem die Rohstoffförderung sowie der in der zweijährigen Rezession gebeutelte Gross- und Detailhandel legten zu, wie in dieser Woche publizierte Daten zeigen. Da die Geldpolitik noch nicht ganz normalisiert ist, stellt die Zentralbank bis Jahresende weitere Zinssenkungen in Aussicht.
    Quelle; NZZ

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    Putin setzt auf enge Wirtschaftskooperation mit Deutschland


    SOTSCHI (awp international) - Der russische Präsident Wladimir Putin setzt ungeachtet politischen Streits mit Deutschland auf einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Die deutschen Firmen hätten ihre Absicht bekräftigt, sich weiter auf dem russischen Markt zu engagieren, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach einem Treffen von Putin mit deutschen Topmanagern der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag.

    In diesem Jahr habe die deutsche Wirtschaft mit 312 Millionen US-Dollar (262 Mio Euro) bereits anderthalb Mal mehr investiert als 2016, sagte Putin in der Schwarzmeerstadt Sotschi. Auch der Handel wachse wieder.

    Vertreten bei dem jährlichen Gespräch mit Putin waren Dax -Unternehmen wie Siemens und Linde , der weltgrösste Gips-Konzern Knauf, der Pipelinebauer Nord Stream und andere Grossinvestoren. Angeführt wurde die Delegation vom Chef des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele. Auf Putins Wunsch nahm auch der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew teil.

    Putin forderte seine Gäste zu einer offenen Diskussion auf - auch über die Probleme von Investoren. Der Streit um die Siemens-Turbinen auf der Krim sei aber nicht zur Sprache gekommen, sagte Putins Sprecher Peskow. Eine Siemens-Tochter hatte Turbinen geliefert, die trotz anderslautender Verträge auf die von Russland annektierte ukrainische Schwarzmeerhalbinsel gebracht wurden.

    Das könnte einen Verstoss gegen die Sanktionen von EU und USA bedeuten, die 2014 wegen der russischen Rolle im Ukraine-Konflikt verhängt worden waren. International agierende Konzerne aus Deutschland befürchten gerade in den USA Probleme wegen ihres Russland-Geschäfts. Dort hat der Kongress Sanktionen gegen Moskau verschärft, ohne dass die Umsetzung schon klar ist.

    Die deutschen Firmen hielten auch an dem Projekt Nord Stream 2 für eine zweite Gaspipeline durch die Ostsee fest, sagte Peskow. Die US-Sanktionen zielen darauf ab, das vom russischen Staatskonzern Gazprom geführte Vorhaben zu stoppen. Aus Deutschland sind daran die Energiekonzerne Wintershall und Uniper beteiligt. Die Bundesregierung unterstützt den Pipeline-Bau und hat die US-Pläne kritisiert.

    Die Europäische Union ringt weiter um eine gemeinsame Linie zu Nord Stream 2. In einer Expertenrunde am Donnerstag machten sich mehrere EU-Staaten dafür stark, die EU-Kommission vorab mit Russland über den Betrieb der Gasleitung verhandeln zu lassen, wie es anschliessend in Brüssel hiess. Einige Staaten hätten sich dagegen ausgesprochen.

    Für die deutsche Wirtschaft sei die Kooperation mit Russland bei einer Digitalisierung der Industrie, bei Elektromobilität und Energieeffizienz wichtig, sagte Ost-Ausschuss-Chef Büchele bei dem Treffen mit Putin.

    Die russische Wirtschaft erholt sich derzeit von einer mehrjährigen Rezession, ausgelöst durch fehlende Reformen, den schwachen Ölpreis und die Sanktionen. 2016 betrug der deutsch-russische Handel rund 48 Milliarden Euro, wenige Jahre zuvor waren es noch fast doppelt soviel gewesen. Allerdings kletterte das Handelsvolumen in den ersten fünf Monaten 2017 um fast 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, rechnet für das Gesamtjahr mit 20 Prozent höheren deutschen Exporten./fko/DP/nas
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